AT&T versorgt US-Stadt mit WLAN
Bis vor einem Jahr war der US-Telecomkonzern noch einer der Gegner von WLAN in Gemeinden. Nun hat das Unternehmen seinen ersten Vertrag ĂĽber die Einrichtung eines Stadtnetzes geschlossen.
Der US-amerikanische Telecom-Konzern AT&T hat mit der Hauptstadt des Bundesstaats Illinois, Springfield, einen ersten Vertrag über die Einrichtung eines öffentlichen WLAN geschlossen. Es gibt zwar bereits etliche ähnliche Vereinbarungen zwischen anderen Telecom-Unternehmen und US-Gemeinden, an dieser ist aber besonders, dass AT&T vormals unter dem Namen SBC dagegen Lobbyarbeit geleistet hat. Argumente lauteten, die öffentliche Hand habe einen Wettbewerbsvorteil und sei der Aufgabe nicht gewachsen. Dadurch könnten Steuergelder verschwendet werden.
Laut Tim Davlin, Bürgermeister von Springfield, soll AT&T die knapp 78 Quadratkilometer Stadtgebiet mit einem Mesh-WLAN-Netz überziehen. Die Kosten dafür übernimmt das Unternehmen. Der Zugang zum Netz soll bis zu einer gewissen, nicht genau benannten Bandbreite kostenlos und bei höherer Bandbreite kostenpflichtig sein, schreibt das Wall Street Journal. Von dem drahtlosen Internetzugang sollen nicht nur die 115.000 Bürger und öffentliche Bedienstete der Stadt, sondern auch Touristen profitieren. (anw)