Europäischer IST-Preis 2005 geht an Unternehmen aus Frankreich und Schweden

Der "IST Grand Prize" der EU-Kommission ist mit jeweils 200.000 Euro dotiert. Ausgezeichnet werden Unternehmen und Organisationen, die innovative IT-Produkte und -Dienste mit einem viel versprechenden Marktpotenzial entwickeln.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Zwei französische und ein schwedisches Unternehmen sind die Hauptpreisträger des Europäischen Preises für Technologien der Informationsgesellschaft 2005 (IST Grand Prize). Der mit jeweils 200.000 Euro dotierte Grand Prize wird jährlich von der Europäischen Kommission gemeinsam mit dem "European Council of Applied Sciences, Technologies and Engineering" (Euro-CASE) vergeben. Ausgezeichnet werden Unternehmen und Organisationen, die innovative IT-Produkte und -Dienste mit einem viel versprechenden Marktpotenzial entwickeln.

Die schwedische Firma CyPak erhielt den Preis für ihre so genannte PIN-on-Card-Technik. Dabei handelt es sich um eine kontaktlose Smartcard mit integrierter PIN-Tastatur. Diese Technik schütze Daten und Identität der Verbraucher vor Angriffen durch bösartige Software, verbessere die Identitätskontrolle und stärke das Vertrauen in die Internet-Kommunikation, befand die IST-Preis-Jury. CyPak, das 14 Mitarbeiter beschäftigt, war 1999 schon einmal siegreich und ist damit das einzige Unternehmen, das den Hauptpreis zweimal gewinnen konnte.

Das französische Unternehmen Let it wave bekam den Preis für die Entwicklung von CodecID, einer Komprimierungssoftware, die hochwertige Passfotos in lediglich 500 Bytes großen Dateien speichert. Verwendung soll CodecID beispielsweise bei der Speicherung von biometrischen Daten in Personaldokumenten, Visa und Zugangsausweisen finden. "Let it wave" wurde 2001 gegründet und zählt acht Mitarbeiter.

Ebenfalls in Frankreich beheimatet ist PRAXIM medivision. Das Unternehmen mit 55 Mitarbeitern wurde für seine Surgetics Kneelogics Application ausgezeichnet, ein computergestütztes Chirurgiesystem zur präzisen Positionierung von Implantaten und Transplantaten für den Knieersatz und die Operation des vorderen Kreuzbandes.

Insgesamt 430 Bewerbungen aus 29 Ländern gingen in diesem Jahr bei der Europäischen Kommission ein. Aus diesen wurden 20 Preisgewinner ausgewählt, von denen wiederum drei den Grand Prize erhielten. Insgesamt wurden 700.000 Euro ausgeschüttet, die aus Mitteln des Programms "Technologien für die Informationsgesellschaft (TIG) stammen, das Teil des 6. Rahmenprogramms für Forschung und Technologische Entwicklung ist. Deutsche Unternehmen waren nicht unter den Gewinnern. Bewerbungen für den Europäischen IST-Preis 2006 können noch bis zum 12. Mai 2005 eingereicht werden. (pmz)