Bericht: Verkehrsministerium will Bluetooth und WLAN im Reiseflug erlauben
Das Bundesverkehrsministerium will laut "Focus" das Verbot des Betriebs elektronischer Geräte an Bord eines Flugzeugs lockern.
Künftig soll auch die Nutzung von "absichtlich sendenden Geräten" mit geringer Leistung – kleiner als 100 Milliwatt – im Reiseflug erlaubt sein. Das berichtet das Magazin Focus, das sich auf Pläne des Bundesverkehrsministeriums für eine Verordnung bezieht. Es wolle das Verbot des Betriebes elektronischer Geräte an Bord eines Flugzeugs lockern. Der Bund eröffne neue Kommunikationswege, damit Geschäftsleute ausländische Luftlinien nicht vorziehen. Deutsche Fluggesellschaften sollen den Kunden über WLAN die drahtlose Arbeit mit Laptops im Internet anbieten können. Zudem sollen Handys oder Organizer durch Bluetooth Daten auf den Computern während des Reisefluges senden dürfen.
In Paragraf 27 Absatz 3 des Luftverkehrsgesetzes heißt es, "der Betrieb von elektronischen Geräten, die nicht als Luftfahrtgerät zugelassen sind und Störungen der Bordelektronik verursachen können, ist in Luftfahrzeugen nicht zulässig". Allerdings können per Rechtsverordnungen auch Ausnahmen zugelassen werden, "wenn und soweit für den Betrieb von elektronischen Geräten ein besonderes Bedürfnis besteht und dies mit dem Schutz der Sicherheit des Luftverkehrs vereinbar ist".
Die Lufthansa hatte ihr "fliegendes Internet" seit Mai 2004 im Angebot, schaltete das System aber Ende 2006 vorerst ab. Dabei empfing eine spezielle Antenne im Rumpf des Flugzeuges die Daten vom Satelliten und leitete sie per WLAN an die Flugpassagiere weiter. Im Juni dieses Jahres genehmigte die Europäische Agentur für Flugsicherheit den Einsatz einer Technik der Firma OnAir, bei dem ein sogenanntes Mini-GSM-Netzwerk eingesetzt wird. (anw)