Mobilcom umwirbt Geschäftskunden mit neuen Tarifen
Minutenpreise ab acht Cent und Rahmenverträge für Gespräche zwischen den Firmenhandys sollen "Unternehmen jeder Größe" ansprechen.
Der Mobilfunk-Diensteanbieter Mobilcom meldet sich nach eigenem Bekunden "bei den Geschäftskunden zurück". Hierfür kündigen die Büdelsdorfer neue Business-Tarife an, die ab dem 2. Mai wahlweise in den Netzen von T-Mobile, Vodafone und E-Plus erhältlich sind.
Den Business-Basic, -Medium beziehungsweise Business-Premium genannten Tarifvarianten ist der monatliche Mindestumsatz von 5,80 Euro gemein (alle Preisangaben inklusive Mehrwertsteuer). Alle Tarife erscheinen für Firmen interessant, in denen ein Großteil aller Handytelefonate auf Gespräche zwischen den Angestellten entfällt -- beispielsweise bei einer Baufirma, wo die Monteure in häufigem Kontakt zur Firmenzentrale stehen. Mobilcom nennt diese Gespräche VPN-Verbindungen. Im Basic-Tarif kosten diese ganztägig 15 Cent pro Minute, bei Medium 11 Cent und im Premium-Tarif 9 Cent.
Hingegen werden im Premium-Tarif die höchsten Grundgebühren je SIM-Karte fällig. Diese Grundpreise sind wiederum nach Größe des "VPNs" gestaffelt und reichen von einer Grundgebühr bei bis zu vier SIM-Karten von je 20,76 Euro beziehungsweise 16,12 Euro/Stück ab 20 SIM-Karten im Basic-Tarif bis zu 39,32 Euro/Stück bei bis zu vier Karten im Premium-Tarif. Bei jenem sind wiederum die Minutenpreise am güntstigsten: Im Premium-Tarif kann zwischen den VPN-Handys für 8 Cent je Minute ganztägig telefoniert werden.
Für Mitarbeiter, die überwiegend "nach draußen" telefonieren, erscheinen die neuen Tarife unattraktiv: So sind selbst im Premium-Tarif -- trotz hoher Grundgebühren -- 38 Cent je Minute für Telefonate in andere Mobilfunknetze fällig, und auch SMS liegen mit 19 Cent auf dem Niveau von Privatkundentarifen. (ssu)