Winken und Schnipsen am PC

Touchen am Mobilgerät ist heute selbstverständlich, Wedeln am Smart-TV gerade modern. Nur der PC-Bereich ist von modernen Eingabemethoden wie abgeschirmt. Ein kleines Kästchen namens Leap soll das ändern.

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Im Raum über dem Kästchen soll Leap auch kleinste Gesten erkennen

Am Mobilgeräten wird gewischt, was das Zeug hält, All-in-One-PCs und Notebooks mit Touchscreen gibt es ein paar, und neuerdings versuchen sich sogar Fernseher in Gestenerkennung. Nur bei klassischen PC-Monitoren sind Eingaben durch Berührung oder Gesten eher unüblich – bislang zumindest. Das kleine Kästchen namens Leap soll das ändern und den PC zu aktuellen Eingabemethoden verhelfen.

Entwickelt wurde Leap von der kalifornische Firma Leap Motion, die bis 2011 als OcuSpec firmierte. Das knapp iPod-große Kästchen spannt über sich eine knapp 50 cm × 50 cm × 50 cm große 3D-Interaktionszone auf und erkennt in diesem Raum auch kleinste Gesten und Fingerschnippser.

Man kann damit in Dokumenten blättern, in Webseiten scrollen, mit von Mobilgeräten bekannten Gesten Zoomen und in Spielen mit natürlichen Handbewegungen Werkzeuge bedienen oder Fahrzeuge steuern. Leap funktioniert unter Windows 7 und 8 und Mac OS X. Es soll künftig auch in Mobilgeräte eingebaut werden und so zugeschmierte Bildschirme vermeiden helfen.

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Die Entwickler versprechen eine 100-mal höheren Erkennungsgenauigkeit als bei jedem bisherigen Bewegungserkennungssystem: Bewegungen von einem Hundertstel Millimeter soll erfasst werden können. Wie es diese Genauigkeit technisch erreichen will, verrät das Team um CEO Michael Buckwald und CTO David Holz nicht.

Insgesamt ist der Leap damit eine Art Kinect für kleine Distanzen und kleines Geld – man kann ihn für 70 Dollar vorbestellen. Wer sich an der Programmierung des neuen Eingabesystems beteiligen will, kann sich bei Leap Motion anmelden und (als qualifizierter Entwickler) das SDK in Verbindung mit einem kostenlosen Gerät anfordern. (uk)