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Evolution hoch Zwei im GSM-Netz

Ericsson will mit der Datentechnik EDGE Evolution die maximale Übertragungsrate in GSM-Netzen auf bis zu 1 MBit/s zu erhöhen.

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Der Netzwerk-Ausrüster Ericsson will die EDGE-Technik (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) weiter ausbauen. Mit EDGE Evolution soll die maximale Übertragungsrate auf über 1 MBit/s steigen. Bislang liegt die theoretische Maximalrate bei der hauptsächlich eingesetzten EDGE-Variante EGPRS (Enhanced General Packet Radio Service) bei rund 470 KBit/s. In Deutschland rüsten T-Mobile und Vodafone ihre GSM-Netze zurzeit mit EGPRS aus; bei maximal vier gebündelten Zeitschlitzen im Downlink lassen sich bis zu 236,8 KBit/s empfangen, im Uplink, der Senderichtung vom mobilen Endgerät aus gesehen, sind es maximal 118, 4 KBit/s.

Mit EDGE Evolution soll sich nun nicht nur die Übertragungsrate deutlich erhöhen, auch die Antwortzeit (Latenz) der Netze, die bei EGPRS bei 300 bis 400 Millisekunden liegt, soll deutlich verringert werden, was besonders für Echtzeit-Kommunikation wie IP-Telefonie von Nutzen ist. Ericsson will mit der erweiterten Datentechnik die Bandbreiten-Effizienz des GSM-Netzen steigern und damit zum UMTS-Netz aufschließen. Um vorhandene Netze mit EDGE Evolution auszurüsten, soll nur ein Software-Upgrade nötig sein. Doch ist das beschleunigte Surfen im GSM-Netz noch Zukunftsmusik: Ericsson rechnet mit der Verfügbarkeit ab 2009. (rop)