NEC ändert Strategie im chinesischen Handy-Markt
Mit Produkten im mittleren Preissegment konnte der japanische Elektronikkonzern die eigenen Zielvorgaben für China offenbar nicht erfüllen. Jetzt will sich NEC verstärkt auf sein Image als Hersteller hochklassiger Mobiltelefone konzentrieren.
Der japanische Elektronikkonzern NEC will künftig keine Handys der mittleren Preisklasse mehr in China anbieten und sich stattdessen auf die Vermarktung hochklassiger Mobilfunkgeräte konzentrieren, meldet Infoworld unter Berufung auf NEC-Sprecherin Akiko Shikimori. Demzufolge sieht NEC keine Chance, in der Volksrepublik mit Mittelklasse-Handys Profite zu erwirtschaften. Zudem befürchtet NEC negative Auswirkungen auf sein Image als Hersteller hochklassiger Mobiltelefone wie dem superflachen N900.
Infolge des Strategiewechsels wird die Zahl der NEC-Handytypen für China weiter zurückgehen. Waren es im Geschäftsjahr 2004/05 noch 25 Modelle, sind es im aktuellen Geschäftsjahr, das im März 2006 endet, lediglich 20. Für das kommende Jahr kündigte die NEC-Sprecherin nur noch 15 neue Modelle an. Für das laufende Geschäftsjahr reduzierte NEC die Absatzprognose im chinesischen Markt von drei auf zwei Millionen Einheiten. Die Prognose für den weltweiten Handy-Absatz habe das Unternehmen von 15 auf 10 Millionen Einheiten heruntergeschraubt, schreibt Infoworld. (ssu)