Tipps für eine erfolgreiche Rabatt-Strategie
Rabattsysteme wie Groupon bieten Verbrauchern und Unternehmern viele Vorteile. Vorausgesetzt, man zieht frühzeitig klare Grenzen.
Rabatte können ein Unternehmen in den Ruin treiben. Das ist keine neue Erkenntnis. Die meisten Unternehmen sind deshalb entsprechend vorsichtig, wenn es um vom Kunden geforderte Preisnachlässe geht. Mit Rabattportalen, auf denen Waren und Dienstleistungen angeboten werden, haben allerdings noch nicht viele Gewerbetreibende zu tun gehabt. Der Mangel an Erfahrung plus die Hoffnung, durch eine entsprechende Aktion auf der Seite schlagartig bekannt zu werden, verlocken dazu, Fehler zu machen. Wenn Sie mit entsprechenden Aktionen auf sich aufmerksam machen wollen, sollten Sie deshalb die folgenden Regeln beachten.
Anzahl der Gutscheine beschränken
Rabatte von 50 bis 80 Prozent locken eine Menge Kundschaft an. Wer die Zahl der Schnäppchenjäger unterschätzt, kann sich damit schnell an den Rand des Ruins treiben. Wer von der Menge der Anfragen überrollt wird, muss plötzlich monatelang zum Selbstkostenpreis arbeiten oder sogar draufzahlen. Verweigern kann sich der Anbieter leider nicht: Wurden die Gutscheine verkauft, muss die Leistung auch erbracht werden.
Deshalb: überlegen Sie zuerst, welches Budget Sie für diese Werbeform ausgeben möchten. Denn solche Aktionen sind nichts anderes als Werbung und müssen im Budget entsprechend berücksichtigt werden. Und Sie wollen sich ja nicht die Preise oder das Geschäft ruinieren, sondern nur mehr Aufmerksamkeit erreichen. Beschränken Sie die Anzahl der Rabatte/Coupons und stocken Sie auch nicht auf, nur weil die bei den Kunden so gut ankommen.
Rabatte nur zu besonderen Anlässen
Rabattcoupons oder Preisnachlass-Aktionen sollten keine Dauereinrichtung sein. Beschränken Sie sich deshalb auf bestimmte Zeiten und Anlässe. Schwächelt das Geschäft im Sommer, könnte eine Rabattaktion vielleicht helfen, die Zeit zu überbrücken. Auch neue Produkte lassen sich prima mit solchen Deals promoten. Wichtig ist außerdem, dass Sie nach Möglichkeit nur Produkte und Dienste anbieten, die nicht ihr Hauptgeschäft sind. Zusätzliche Services zum Schnäppchenpreis werden Ihnen die Stammkunden sicher verzeihen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass diese sich fragen, warum sie für die gleichen Dienste sonst eigentlich 50 Prozent mehr bezahlen müssen. Wer nicht in Erklärungsnot geraten oder sich auf Preisdiskussionen mit den Bestandskunden einlassen will, sollte den wichtigsten Umsatzbringer im Haus lieber nicht verramschen.
Gutscheine bringen eine Menge
Wenn Ihr Angebot es zulässt, sollten Sie auf jeden Fall Gutscheine mit ins Sortiment aufnehmen. Abgesehen davon, dass die Kunden hier eigentlich keinen Preisnachlass erwarten, ist das die Form von Coupons, die sich am meisten lohnt. Wie Statistiken zeigen, wandert das Geld zwar in die Kasse des Unternehmers, doch nur ein Bruchteil der Kunden löst die Gutscheine auch tatsächlich ein. 50 bis 70 Prozent fordern die Ware oder Dienstleistung niemals ein. (map)