Wacker Chemie verdient gut mit Silizium
Der Wacker-Konzern konnte vor allem dank der Wafer-Tochter Siltronic sein Quartalsergebnis bei gestiegenen Umsätzen im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppeln.
Der auf Siliziumprodukte spezialisierte Chemiekonzern Wacker Chemie hat Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007 deutlich gesteigert. Während der Umsatz aufgrund einer anhaltend starken Nachfrage nach Siliziumprodukten um 15 Prozent auf 959 Millionen Euro zulegte, verdoppelte sich das Nettoergebnis im Vergleich zum Vorjahresquartal (66,5 Millionen Euro) mit 130 Millionen Euro nahezu. Der Gewinn pro Aktie stieg von 1,35 Euro im Vorjahr auf 2,62 Euro.
Beim operativen Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) blieb Wacker mit einem Zuwachs von 33 Prozent auf 260,8 Millionen Euro allerdings hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die im Schnitt mit knapp 270 Millionen Euro gerechnet hatten. Den größten Anteil am operativen Ergebnis hatte dem Unternehmen zufolge der Wafer-Hersteller Siltronic, dessen EBITDA im Vergleich zum Vorjahresquartal um 49,8 Millionen Euro stieg. Die Märkte Asiens und Europas waren auch im zweiten Quartal 2007 die bedeutendsten Absatzregionen für Wacker. In der Region Amerika konnte der Chemiekonzern sein Ergebnis des Vorjahresquartals nicht ganz erreichen und führt dafür den schwachen US-Dollar und das insgesamt niedrigere Wirtschaftswachstum an.
Als Gründe für die im Vergleich zum Umsatzwachstum stärkere Ertragssteigerung führt das Unternehmen Skaleneffekte aus höheren Produktionsmengen, Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung sowie höhere Preise an. "Wesentliche Ursache unserer anhaltenden Wachstumsdynamik ist die starke Nachfrage unserer Kunden, die wir mit dem strategischen Ausbau unserer Produktionskapazitäten begleiten", ergänzte der Vorstandsvorsitzende Peter-Alexander Wacker. Das Unternehmen bekräftigte seine Prognose, im laufenden Geschäftsjahr ein Umsatzwachstum von über 10 Prozent und eine gegenüber dem Vorjahr verbesserte EBITDA-Marge zu erreichen. (vbr)