Südkorea entwickelt ein "intelligentes" Autobahnsystem
Ziel ist es, mit bis zu 160 km/h sicher und mit weniger Lärm als bislang über die "Autobahn der nächsten Generation" jagen zu können. Derzeit beträgt die Höchstgeschwindigkeit in Südkorea 110 km/h.
- Florian Rötzer
Die koreanische Regierung will ihrer Autoindustrie unter die Arme greifen und plant, für 160 Millionen Dollar ein "intelligentes" Autobahnsystem zu entwickeln. Ziel ist es, dann mit bis zu 160 km/h sicher und mit weniger Lärm über die "Autobahn der nächsten Generation" jagen zu können. Derzeit beträgt die Höchstgeschwindigkeit 110 km/h.
Eine 30 km lange Teststrecke soll bis 2016 gebaut werden. Geplant sind, so Hwang Doo-yeon vom Bau- und Verkehrsministerium, neben der möglichst geradlinigen Streckenführung und einem lärmdämpfenden Straßenbelag "neueste informationstechnische Lösungen". So sollen die Fahrzeuge mit GPS-Empfängern ausgestattet und mit dem Internet verbunden sein. Passiert ein Unfall, so würden die Autos, die in diese Richtung fahren, in Echtzeit von einem "Kontrollturm" gewarnt werden, oder sie erhalten Hinweise, um Staus zu vermeiden.
Da die "intelligente" Autobahn schließlich privatwirtschaftlich betrieben werden soll, geht es neben der Attraktion des schnellen und sicheren Fahrens vermutlich auch um die Einrichtung eines auf GPS beruhenden Mautsystems. Ob mit der "Autobahn der nächsten Generation" auch die Entwicklung von neuen und schnelleren Autos verbunden sein soll, geht aus den bislang verfügbaren Informationen nicht hervor. Man hegt aber die Hoffnung, damit "moderne Straßentechnologien" weltweit verkaufen zu können und zum "Pioniere des globalen Straßenmarktes in der Zukunft" zu werden. Das staatliche Korea Institute for Industrial Economics and Trade geht davon aus, dass Südkorea ab 2011 mit der Massenproduktion von Hybridfahrzeugen beginnen kann. (fr)