Umsatz mit Halbleitern weltweit gestiegen
Weltweit konnte die Chipindustrie den Umsatz mit Halbleitern weiter auf ĂĽber 20 Milliarden US-Dollar steigern und erwartet ein neues Rekordjahr.
Im Juli 2006 hat die Chipindustrie nach Angaben ihres US-Verbandes SIA weltweit Halbleiter im Wert von insgesamt 20,1 Milliarden US-Dollar (15,6 Milliarden Euro) umgesetzt. Damit seien die Erlöse im Vergleich zum Vormonat um 1,8 Prozent und im Jahresvergleich um 11,5 Prozent gestiegen. Der Verband sieht die Industrie auf dem Weg zu einem neuen Rekordjahr und erwartet für 2006 Umsätze von über 240 Millarden US-Dollar (187 Milliarden Euro). Die Schätzung ist damit etwas vorsichtiger als im Juni, als noch von 250 Milliarden US-Dollar die Rede war.
Der Raum Asien-Pazifik (ohne Japan) sorgte für knapp die Hälfte der Umsätze (9,38 Milliarden US-Dollar), den Rest steuern zu etwa gleichen Teilen der amerikanische Kontinent (3,69 Milliarden US-Dollar), Europa (3,17 Milliarden US-Dollar) und Japan (3,86 Milliarden US-Dollar) bei. In einer Vielzahl von Märkten halte sich das Wachstum, erklärte SIA-Präsident George Scalise. Insbesondere in Nordamerika sei der Umsatz seit dem vergangenen Jahr um fast 18 Prozent gewachsen, Europa dagegen schwächelt.
"Die Juli-Zahlen spiegeln das klassische Muster der Industrie wieder, nach dem die steigende Nachfrage mit sinkenden Verkaufspreisen gekoppelt ist", erklärte Scalise. "Zum Beispiel ist der Durchschnittspreis für einen PC über das Jahr um annähernd sieben Prozent gesunken." Computer-Produkte sorgen nach Angaben des Verbandes für 40 Prozent der Nachfrage nach Halbleitern. (vbr)