Ohne Überschwang in die vernetzte Zukunft

Die Deutschen sind nach einer Umfrage des Stern realistisch, aber ohne Zukunftsenthusiasmus.

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Von
  • Florian Rötzer

Der Stern hat im neuesten Heft eine repräsentativen Umfrage zur Jahrtausendwende veröffentlicht und festgestellt, daß die meisten der Deutschen der Zukunft realistisch entgegensehen und die angebotenen Trends - "der Daten-Highway und die Wissensgesellschaft, die flexible Arbeitswelt und die Gentechnologie" - zwar nicht übermäßig begrüßen, aber als Zukunft erwarten.

Gespalten sind die Deutschen in Sachen vernetzte Gesellschaft jedenfalls zwischen Realismus und Skepsis. 37 Prozent der Befragten glauben bestimmt und 50 Prozent nehmen es als wahrscheinlich an, daß "wir alle computervernetzt sein werden, so daß wir den Computer wie heute das Telefon zur Kommunikation nutzen können." Möglicherweise also sind die Deutschen realistisch und wappnen sich gegenüber der vernetzten Zukunft, begeistert sind sie freilich nicht, denn "eher begrüßt" wird die mögliche Entwicklung nur von 30 Prozent, befürchtet aber immer noch von 40 Prozent.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei den anderen Fragen. Über 90 Prozent glauben, daß wir von zu Hause aus vieles über das Internet erledigen werden, aber 32 Prozent stehen dem ECommerce skeptisch gegenüber, während fast 50 Prozent es begrüßen, wenn Telearbeit die Fahrt ins Büro überflüssig machen wird. 74 Prozent betrachten mit Sorge, daß die Privatsphäre gefährdet wird. Gefragt wurde allerdings nur nach der Speicherung von persönlichen Daten auf Chipkarten. Daß Tonträger wie CDs oder MCs überflüssig werden, glaubt die Mehrzahl, warum das aber von 44 Prozent gefürchtet wird, wäre schon interessant zu wissen.

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