Die Tage des analogen Fernsehens sind in den USA gezählt

Spätestens am 17. Februar 2009 wird auch in den Vereinigten Staaten das Fernsehsignal ausschließlich digital geliefert. Ein Unterstützungsfonds von 1,5 Milliarden US-Dollar soll sicherstellen, dass jeder Haushalt eine passende Empfangsbox bekommt.

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Von
  • Mattias Hermannstorfer

Am 17. Februar 2009 soll in den USA Schluss sein mit der analogen Fernsehübertragung. Außerdem einigten sich Demokraten und Republikaner im US-Repräsentantenhaus auf einen Unterstützungsfonds von 1,5 Milliarden US-Dollar zur Ausstattung bedürftiger Haushalte mit entsprechenden Empfangsgeräten.

Der verabschiedete Kompromiss ist Teil eines Pakets zur Kürzung der US-Bundesausgaben über die nächsten fünf Jahre. Vom US-Senat war noch ein Fonds von 3 Milliarden US-Dollar sowie der 7. April 2009 beschlossen worden, die große Parlamentskammer sah ursprünglich nur knapp eine Milliarde und Ende 2008 für die Umrüstung auf digital vor.

Von der Versteigerung der dann frei werdenden Frequenzen erhofft sich der US-Kongress Einnahmen in Milliardenhöhe. Wegen Kommunikationsschwierigkeiten in der Folge des Wirbelsturms Katrina sollen künftig einige der Wellenbereiche Sicherheits- und Rettungsdiensten zur Verfügung gestellt werden.

Derzeit müssen Senderbetreiber nur dann spätestens Anfang 2007 auf digitale Ausstrahlung umstellen, wenn 85 Prozent des Landes zum digitalen Empfang bereit sind. Nach Schätzungen sind derzeit rund 73 Millionen US-Amerikaner auf eine TV-Übertragung per Funk angewiesen. Die Kosten pro Empfangsbox für Digital-TV werden mit etwa 50 US-Dollar veranschlagt. (mhe)