Linuxworld: HP baut Open-Source-Angebote aus

Hewlett-Packard offeriert künftig neben HP-UX, OpenVMS und Windows Server 2003 auch Linux-Server zur Nutzung gegen lastabhängige Bezahlung. Daneben präsentieren die Kalifornier auf der Linuxworld eigene, quelloffene Programme.

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Von
  • Erich Bonnert

Mit Linux auf Pay-per-use-Basis ergänzt HP bereits vorhandene Dienste auf seinen anderen Betriebssystemen: Das hauseigene Unix-Derivat HP-UX, OpenVMS (ein Erbstück von Digital Equipment im Zuge der Compaq-Übernahme) sowie Windows Server 2003 und nun auch Linux stehen auf HPs Integrity-Hardware zur flexiblen Nutzung über ein Netz bereit. Alle vier Systeme können vom Kunden auf dem gleichen Rechner betrieben werden. Die HP-Rechenzentren erlauben volle betriebliche Kontrolle über den Server bei verbrauchsabhängiger Abrechnung. Große Rechenzentrumskunden hätten Interesse gezeigt, Rechenleistung von Linux-Servern flexibel zukaufen zu können, erklärte Juan Carlos Soto, HPs Marketing-Chef für Open Source.

Bei der Unterstützung von quelloffenen Dritt-Anwendungen in virtuellen Umgebungen erweitert HP seine Unterstützung auf die Virtualisierung-Middleware Xen sowie Debian als Gastbetriebssystem auf seinen Server-Plattformen Integrity, Proliant und dem Blade-System. Speziell für wissenschaftliche Anwendungen in der Biotechnologie und Medizin wird HP ein Visualisierungs-Tool namens Parallel Compositing Library als Open Source zur Verfügung stellen. Die Software verwendet und bündelt dabei ungenutzte Kapazitäten bereits vorhandener Grafikprozessoren beim Anwender, nicht unähnlich dem System Folding@Home an der Stanford-Universität. Große Anwender in der biomedizinischen Forschung wie etwa das Krebsforschungsinstitut MD Anderson oder die Harvard Medical School machen sich dies bei der Erforschung neuer Medikamenten- oder Bestrahlungstherapien zunutze, deren Rechenanforderungen nach herkömmlicher Machart bisher die vorhandenen Systemressourcen oft überfordern. (Erich Bonnert) / (jk)