Linspire zeitweilig kopflos [Update]

Firmenchef Kevin Carmony verlässt nach sechs Jahren den Linux-Distributor

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Kevin Carmony ist nicht länger Chef von Linspire. Der langjährige CEO des US-amerikanischen Linux-Distributors widmet sich seit Anfang dieses Monats nach eigenem Sagen anderen Geschäftsprojekten. So will er unter anderem die Präsidentschaftskampagne des Republikaners Mitt Romney unterstützen.

Carmony, der Linspire verlässt, "weil es Zeit für etwas Anderes" sei, kam 2001 zum Unternehmen, das damals noch Lindows hieß. 2005 trat er die Nachfolge von Lindows-Gründer und Haupteigentümer Michael Robertson als Chief Executive Officer an. Wer der neue CEO wird, ist noch nicht bekannt.

Lange Zeit basierte die Linspire-Distribution auf Debian, bevor eine Kooperation mit Canonical Anfang dieses Jahres die Weichen fĂĽr Ubuntu stellte. Als erste "fremde" Distribution soll Ubuntu in kĂĽnftigen Versionen Linspires Software-Depot Click'n'Run Warehouse (CNR) integrieren.

Neben der kommerziellen Distribution Linspire hat das Unternehmen seit einiger Zeit mit Freespire einen kostenlosen Community-Ableger – nach Wahl mit oder ohne proprietäre Binärpakete wie Grafikkartentreiber und Multimedia-Codecs – im Programm. Für kontroverse Schlagzeilen sorgte der Distributor unlängst durch seinen Kooperationspakt mit Microsoft.

[Update] Linspire hat inzwischen Larry Kettler zum Chief Executive Officer ernannt. Ebenso wie Carmony war er 2001 in die Dienste des Unternehmens getreten. Der IT-Veteran hatte zuletzt den Posten des Vizepräsidenten Worldwide Sales and Marketing inne. (akl)