Zwei neue Modelle in Nvidias Familie von Highend-Grafikchips

Nvidia versucht sich mit den neuen Grafikchips GeForce 7900 GS und 7950 GT besser gegen den Konkurrenten ATI zu positionieren, der vor Kurzem ein neues Top-Modell eingefĂĽhrt hat.

vorlesen Druckansicht 126 Kommentare lesen
Lesezeit: 3 Min.
Von
  • Manfred Bertuch

Mit der GeForce 7900 GS und 7950 GT erweitert Nvidia die GeForce-7900-Familie um zwei neue Varianten und versucht sich, so besser gegen den Konkurrenten ATI zu positionieren; der hatte vor Kurzem mit der Radeon X1950XTX ein neues Top-Modell eingefĂĽhrt und so die Karten im Highend-Markt fĂĽr Grafikkarten neu gemischt.

Der GeForce 7950 GT arbeitet mit 550 MHz Chip- und 700 MHz Speichertakt und soll den GeForce 7900 GT ersetzen. Damit bietet der 7950er-Chip rund zehn Prozent mehr Leistung als der mit für 450/660 MHz spezifizierte 7900 GT. Allerdings haben eine Reihe von Anbietern die Taktfrequenzen ihrer 7900-GT-Karten schon selbst kräftig erhöht, was den Neuigkeitswert des 7950er-Chips stark begrenzt. Das eigentlich Interessante ist daher der Speicherausbau der 7950-Karte, der mit 512 MByte die doppelte Kapazität bietet. Zukünftige Spiele dürften davon immer stärker profitieren. Der Verkaufspreis der 7950-GT-Karten soll bei rund 300 Euro liegen, womit sie sich zwischen ATIs Radeon X1900 XT (270 Euro) und der Radeon X1900XTX (360 Euro) einordnet.

Der zweite Neuzugang ist der GeForce 7900 GS, mit dem Nvidia einen preiswerten Einstieg ins Performance-Segment bieten will. Allerdings besitzt der GS-Chip nur 7 Vertex-Shader und 20 Pixel-Pipelines, während alle anderen 7900er-Modelle mit 8 Vertex-Shadern und 24 Pipelines ausgestattet sind. Der neue Chip arbeitet mit 450 MHz, der 256 MByte fassende Speicher läuft mit 660 MHz. Weiteres Merkmal der 7900er-Famile sind normalerweise zwei Dual-Link-DVI-Ausgänge für Auflösungen bis 2560 × 1600 Bildpunkten an digitalen Displays – Datenblätter von 7900-GS-Grafikkarten verschiedener Grafikkarten-Hersteller sprechen allerdings nur von einen Dual-Link-Ausgang. HDCP-Fähigkeit für die Wiedergabe von kopiergeschützten Filmen soll bei der 7950 zum Standard gehören, bei der 7900 GS kann die Unterstützung fehlen, wenn die Karte kein Encryption-ROM besitzt. Zu den Anschlüssen gehört auch ein analoger TV-Ausgang, der auch HDTV bis 1080P wiedergibt.

Die GS-Karten eignen sich besonders für den Einsatz in geräuscharmen Umgebungen – der Lüfter entspricht zwar dem sonst eher lautstarkem 7900er-Standard, die Regelung drosselt den Lüfter aber so stark, dass die Grafikkarte auch im 3D-Betrieb kaum hörbar ist. Erste Tests bestätigen das. Die GS-Grafikkarten sollen in den nächsten Tagen für rund 200 Euro in den Handel kommen. Preislich konkurrieren sie mit ATIs Radeon X1900GT (ab 220 Euro). Den Verkaufsstart des GeForce 7950 GT hat Nvidia auf den 14. September festgelegt. (Manfred Bertuch) / (thl)