Fusion von X-FAB und malaysischer 1st Silicon perfekt
Die Verträge seien mit Wirkung zum 1. September rechtswirksam, teilte das Thüringer Unternehmen heute mit.
Die Fusion des Erfurter Halbleiter-Herstellers X-FAB und der malaysischen 1st Silicon ist besiegelt. Die Verträge seien mit Wirkung zum 1. September rechtswirksam, teilte das Thüringer Unternehmen heute mit. Die vergrößerte X-FAB-Gruppe beschäftige 2200 Mitarbeiter und verfüge über Fabriken in Erfurt, Plymouth (Großbritannien), Lubbock (USA) und Kuching (Malaysia). Die Gruppe ist unter dem Dach der belgischen Holding X-FAB Silicon Foundries N.V. (Tessenderlo) organisiert.
Mit der Fusion will das ostdeutsche Unternehmen, dessen Hauptsitz Erfurt bleiben soll, in die Gruppe der international zehn größten unabhängigen Halbleiterhersteller aufschließen. Durch die Transaktion steigt die Produktionskapazität auf rund 700.000 Siliziumscheiben (Wafer) pro Jahr, sagte der Vorstandsvorsitzende der Gruppe, Hans-Jürgen Straub. X-FAB ist kein Massenhersteller, sondern auf analog-digitale Schaltkreise unter anderem für die Automobilindustrie, für Kommunikationstechnik und Konsumgüter spezialisiert. Die Mikrochips werden im Auftrag von Kunden produziert, die nicht über die dafür notwendigen eigenen Fertigungskapazitäten verfügen.
Hauptaktionäre der Gruppe sind die belgische Beteiligungsgesellschaft XTRION N.V. (früher ELEX) mit rund 58 Prozent und der malaysische Staat mit etwa 35 Prozent. Beide Fusionspartner sind von der Kapazität und der Mitarbeiterzahl von jeweils 1100 etwa gleich groß.
X-FAB hatte im ersten Halbjahr den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 89,7 Millionen Euro erhöht. Das Betriebsergebnis verdoppelte sich nach Unternehmensangaben auf 11 Millionen Euro. Der Nettogewinn legte um 25 Prozent auf 9,3 Millionen Euro zu. (dpa) / (anw)