EU-Kommission genehmigt Marconi-Übernahme durch Ericsson
Das zusammengeschlossene Unternehmen werde auch künftig mit Wettbewerbern wie Alcatel und Siemens konkurrieren, erklären die europäischen Kartellwächter.
Der schwedische Telekommunikationsausrüster Ericsson darf den britischen Konkurrenten Marconi übernehmen. Das haben die Wettbewerbshüter der EU-Kommission heute entschieden und mitgeteilt. Beide Firmen bieten Telefontechnik und dazugehörige Dienstleistungen an, aber die Brüsseler Behörde sieht den Wettbewerb in der Branche nach der Firmenfusion nicht gefährdet. "Insbesondere wird das zusammengeschlossene Unternehmen auch künftig mit aktuellen Wettbewerbern wie unter anderem Alcatel und Siemens konkurrieren", erklärte die Kommission.
Ericsson will von Marconi das Glasfasernetzgeschäft, den größten Teil des Netzanschlussgeschäfts, das hauptsächlich in Nordamerika befindliche Netzausrüstungsgeschäft mit den dazugehörigen Dienstleistungen, das außerbritische Dienstleistungsgeschäft, die Mehrwertdienste im Nahen Osten und das Mobilfunksoftwaregeschäft übernehmen. Ericsson erwirbt auch die Marke Marconi und andere Handelsnamen und Rechte an geistigem Eigentum im Zusammenhang mit den übertragenen Geschäftsbereichen. (anw)