Verrauschtes Bild + verwackeltes Bild = besseres Bild

Auf der SIGGRAPH 2007 stellen Forscher eine neue Schärfungs- und Rauschunterdrückungsmethode vor.

vorlesen Druckansicht 326 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Bei schlechten Lichtverhältnissen gute Fotos aufzunehmen, ist anspruchsvoll: Wenn man lange belichtet, hat man schnell verwackelte Bilder; und je höher man die Lichtempfindlichkeit einstellt, desto mehr Rauschen verunstaltet die Bilder. Forscher der Hong Kong University sowie von Microsoft Research Asia haben nun eine vielversprechende Technik entwickelt, die sich dieses Problems annimmt.

Dazu werden zwei Versionen eines Fotos verwendet – einmal eine verwackelte Version mit langer Belichtungszeit und einmal eine verrauschte Fassung, die mit hoher Lichtempfindlichkeit aufgenommen wurde. Im ersten Arbeitsschritt wird der Unschärfekern des Bildes aus den beiden Fotos errechnet, danach wird die Schärfe per Dekonvolution schrittweise erhöht. Angeblich, so schreiben die Forscher, sei ihre Methode effektiver als andere Algorithmen, außerdem komme es zu weniger störenden Artefakten.

Vorgestellt wird diese Schärfungs- und Rauschunterdrückungstechnik auf der SIGGRAPH-Tagung, die vom 5. bis 9. August im kalifornischen San Diego stattfindet. Die Forscher wollen ihre Methode hier mit Fotos demonstrieren, die mit einfachen Consumer-Digitalkameras aufgenommen wurden.

Zur Siggraph 2007 siehe auch:

(jkj)