Microsoft will sich Konjugationshilfe patentieren lassen
Der Softwarekonzern hat dem US-Patentamt eine "Methode zur Auswahl und Konjugation eines Verbs" eingereicht.
Nicht nur fiktive antike Widerstandskämpfer haben mit fremden Sprachen ihre Probleme, auch heute plagen sich vor allem Schüler beim Spracherwerb mit der Flexion von Verben. Ihnen will Microsoft mit einer Technik beispringen, die das automatische Konjugieren ermöglichen soll. Dafür haben Entwickler des Konzerns eine "Methode zur Auswahl und Konjugation eines Verbs" entworfen und beim US-Patentamt angemeldet.
In der Zusammenfassung des Patentantrages heißt es, der Nutzer könne eine Form eines Verbs eingeben und sich die verschiedenen weiteren Formen anzeigen lassen. Dabei lasse das System die Eingabe von finiten, also in Person und Zahl bestimmten, oder infiniten Verbformen zu, erkenne automatisch die Grundform und nutze diese zur Ausgabe der verschiedenen Formen. Schließlich sei das System in der Lage, die finiten Formen hervorzuheben, um dem Nutzer bei der Auswahl zu helfen.
Beweggrund für die Entwicklung der Technik, deren Innovationsgehalt sich Microsoft nun anerkennen lassen will, sind Unzulänglichkeiten heutiger Software zum Erwerb fremder Sprachen. Diese Programme nutzten beispielsweise für gewöhnlich die infinite Form eines Verbs für die Ausgabe von Beugungstabellen ausschließlich dieser Form. Auch könne herkömmliche Software nicht gleichlautende Wörter aus dem Kontext einer bestimmten Sprache zuordnen, sondern überließen dies dem Nutzer. (anw)