Konica Minolta verordnet sich länderübergreifende Organisationsstruktur

Die europäischen Landesgesellschaften sollen in vier neuen Clustern zusammengeführt werden, um das Unternehmen international schlanker und mit kürzeren Entscheidungswegen aufzustellen. Der Start für den Umbau erfolgt im Juli 2012.

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Das Geschäftsjahr 2011/2012 schloss die Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH mit einem Umsatzplus von 5 Prozent auf 367,7 Millionen Euro ab. Die konsequente Neuausrichtung des Vertriebs auf B2B und das Servicesgeschäft habe sich ausgezahlt, betonte Günther Schnitzler, President und Geschäftsführer. Auch wenn die Abkehr vom Druckervertrieb über die Distribution in Consumerkanäle im Jahresvergleich zu einem Rückgang der Verkaufszahlen von A4-Multifunktionssystemen und Druckern um gut 11.000 auf zuletzt noch 19.700 geführt habe, ist Schnitzler nach wie vor vom eingeschlagenen Kurs überzeugt: "Stand heute vermarkten wir Drucker fast ausschließlich im Rahmen von Projekten, und dies äußerst profitabel", erläuterte der Konica-Minolta-Chef. Zudem habe das neu gestaltete Partnerprogramm mittlerweile dazu geführt, dass der Anteil des Solution-Umsatz bei den Partnern "drastisch gestiegen sei" – eine Vielzahl der Partner hätten unterdessen den Status "bizhub Solution Partner" erlangt.

Auf dem Weg hin zum IT-Provider verordnet sich der Konzern nun aber europaweit eine komplett neue Organisationsstruktur. Die 28 einzelnen Ländergesellschaften sollen in 4 Clustern (Nord, Ost, West und Süd) zusammengefasst werden. Erklärtes Ziel ist es, Konica Minolta noch schlagkräftiger und vor allem effizienter aufzustellen. Unter der Leitung von vier Cluster Managing Direktoren (CMD) sollen nicht nur die Entscheidungsbefugnisse erweitert und die Entscheidungswege verkürzt werden, sondern auch die länderübergreifende Vermarktung von Produkten und Services beschleunigt werden. Damit komme der Konzern ebenfalls den Bedürfnissen europaweit agierender Kunden entgegen.

Die Konica Minolta Business Solutions Deutschland GmbH wird im Zuge der Neuaufstellung in den Cluster West eingegliedert, dessen Leitung der bisherige Österreich-Chef Johannes Bischof als CMD übernehmen wird. Bischof wurde zudem schon im April 2012 als zusätzlicher Geschäftsführer der hiesigen Landesgesellschaft bestellt. Start der Umstrukturierung ist im Juli 2012 – in den folgenden Monaten soll dann die Cluster-Organisation sukzessive im Detail ausgerollt werden. (map)