Microsoft soll für überteuerte Software Schadensersatz zahlen

Drei Anwälte wollen Microsoft verklagen, weil der Software-Riese sein Monopol benutzt haben soll, um Windows überteuert zu verkaufen.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Drei Anwälte wollen Microsoft verklagen, weil der Software-Riese sein Monopol benutzt haben soll, um Windows 95 und Windows 98 überteuert zu verkaufen. Das berichtet die New York Times in ihrer aktuellen Ausgabe. Terry Gross, Daniel Mogin und Francis Scarpulla wollen eine entsprechende Sammelklage (Class Action Suit) beim California Superior Court in San Francisco einreichen.

Wie viele Kunden von Microsofts Preispolitik betroffen seien, bezifferten die Anwälte nicht; Gross schätzte die Zahl allerdings auf etwa zehn Millionen allein in Kalifornien. Auch das Ausmaß des finanziellen Schadens, der den Konsumenten entstanden sein soll, muss erst im Laufe eines Prozesses festgestellt werden. Die Klage soll auch dann weiter geführt werden, wenn Microsoft und das US-Justizministerium sich im Kartellprozess außergerichtlich einigen.

Bereits kurz nach der Beweiswürdigung im Anti-Trust-Prozess hatten Beobachter eine Welle solcher Schadensersatz-Prozesse (wst)