Axel Springer steigert Umsatz im Online-Geschäft
Im ersten Halbjahr steigerte der Medienkonzern seinen Umsatz mit Online-Geschäften um 50 Prozent. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz um 3,1 Prozent.
Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender der Axel Springer AG, sieht seinen Konzern auf dem Weg zu Europas "führenden, multimedial integrierten Print-, Online- und TV-Unternehmen" gut vorankommen. Im ersten Halbjahr 2007 habe Springer die Digitalisierung seines Geschäfts "mit sorgfältig vorbereiteten Akquisitionen und mit beachtlichen Investitionen in bestehende Aktivitäten vorangetrieben", heißt es in einer Mitteilung. Erstmals weist das Unternehmen in seinem Halbjahresbericht Pro-Forma-Umsätze aus Online-Geschäften aus. Diese seien um 50 Prozent auf rund 102 Millionen Euro gestiegen. Zudem hofft die Axel Springer AG, in diesem Bereich den Pro-Forma-Umsatz im laufenden Halbjahr auf 200 Millionen Euro steigern und bis 2010 mehr als verdoppeln zu können.
Insgesamt steigerte Springer den Konzernumsatz in den ersten sechs Monaten um 3,1 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Das Wachstum sei vor allem durch die internationalen Aktivitäten angetrieben. Der Auslandsumsatz sei um 25,9 Prozent auf 233,9 Millionen Euro gestiegen und habe mit einem Anteil von 19,4 Prozent am Konzernumsatz einen neuen Höchststand erreicht. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) erreichte mit 177,8 Millionen das Vorjahresbiveau.
Im ersten Halbjahr investierte Springer "substanziell" in Bild.t-online.de, Welt online und Computerbild.de. AuĂźerdem grĂĽndete der Konzern die Axel Springer Digital TV Guide GmbH. Ăśber die bereits zum Ende des ersten Quartals berichteten Mehrheitsbeteiligungen an der wallstreet:online AG, der wallstreet:online Capital AG und hamburg.de GmbH & Co. KG hinaus beteiligte sich Axel Springer im Juni an auFeminin.com. Ein weiterer wichtiger Schritt sei der Erwerb des Berliner Online-Marketing-Unternehmens Zanox.de AG gewesen. (anw)