Weitere Urteile gegen Livedoor

Ein Gericht in Tokio hat eine Millionenstrafe gegen das Unternehmen verhängt, nachdem zwei Wirtschaftsprüfer wegen Mitwirkung bei Bilanzfälschungen zu Haftstrafen verurteilt wurden.

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 1 Min.

Ein Gericht in Tokio hat heute das Startup-Unternehmen Livedoor zu einer Geldstrafe von 280 Millionen Yen (1,7 Millionen Euro) verurteilt, die Tochter Livedoor Marketing muss 40 Millionen Yen zahlen. Geahndet wurden "systematische Verstöße" gegen das Wertpapiergesetz zu dem Zweck, Investoren zu täuschen, wie in Medien berichtet wird. In einem anderen Verfahren vor dem gleichen Gericht wurden heute zwei Wirtschaftsprüfer zu zehn Monaten beziehungsweise ein Jahr Haftstrafe verurteilt.

Der ehemalige Chef des Unternehmens, Takafumi Horie, war vorige Woche schon wegen Betrugs zu einer Haftstrafe von zweinhalb Jahren verurteilt worden. Gestern folgten vier weitere Verantwortliche, darunter der ehemalige Finanzchef Ryoji Miyauchi, der für 20 Monate ins Gefängnis muss. Insgesamt wurden mittlerweile sieben Livedoor-Mitarbeiter abgestraft.

Gegen Livedoor wurden im Januar 2006 wegen des Verdachts der Bilanzfälschung und auf Kursmanipulation im Zusammenhang mit einer Firmenübernahme Ermittlungen aufgenommen. An der Börse in Tokio kam es daraufhin zu Panikverkäufen, da Anleger des Unternehmens negative Folgen befürchteten. (anw)