LinuxWorld: Motorola setzt weiter auf Linux

Auf der LinuxWorld in San Francisco hat der Handybauer eine neue Linux-Plattform vorgestellt. Voraussichtlich Ende des Jahres sollen auf ihr nicht nur Java-ME-, sondern auch native Linux-Anwendungen laufen.

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Der US-amerikanische Handy-Hersteller Motorola plant, in den kommenden Jahren 60 Prozent seines Mobiltelefon-Angebots auf Basis von Linux anzubieten. Dafür hat das Unternehmen anlässlich der LinuxWorld in San Francisco die Linux-Plattform Motomagx vorgestellt. Für sie können zunächst mit Hilfe von Motodev Studio Anwendungen in Java ME entwickelt werden. Ende dieses Jahres sollen erstmals auch auch Widgets und "Web-2.0"-Anwendungen mit WebUI folgen sowie native Linux-Programme, heißt es in einer Mitteilung.

Als erstes Handy der neuen Linux-Plattform seien nun das für Musikgenuss optimierte Motorokr Z6 und das Razr2 V8 erhältlich, heißt es. Das Razr V8 sei das erste Linux-Mobiltelefon, das in Nordamerika verkauft wird.

Motorola brachte vor fast genau vier Jahren sein erstes Linux-Smartphone auf den Markt. Im Jahr darauf betonte das Unternehmen anlässlich der Vorstellung eines weiteren Smartphones, dass Linux eine der "wichtigsten Säulen" für seine Handys sei. Nun beteuert Motorola-Manager Alain Mutricy, sein Unternehmen wisse, dass Software ebenso bedeutend sei wie Hardware. Mit der Vorstellung von Motomagx festige das Unternehmen seine Linux-Treue. Es hat nach eigenen Angaben bisher weltweit 9 Millionen Geräte mit dem alternativen Betriebssystem ausgeliefert. (anw)