Musikverlage fordern von US-Satellitenradio Schadensersatz

Nachdem voriges Jahr bereits Plattenlabel wegen angeblicher Copyright-Verstöße gegen XM Satellite Radio Klage einreichten, folgt nun die National Music Publishers’ Association.

vorlesen Druckansicht 20 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.

Die US-amerikanische Vereinigung der Musikverlage NMPA hat bei einem Bundesgericht in New York Klage gegen XM Satellite Radio eingereicht. Ebenso wie im Mai vergangenen Jahres bereits diverse Plattenlabels wirft nun die National Music Publishers' Association dem Satellitenradio vor, gegen Copyrights zu verstoĂźen. Nun geht es wieder um den Dienst "XM + MP3", der nach Ansicht der Musikverlage illegal sei, da XM dafĂĽr keine Abgaben leiste. Monatelange Verhandlungen ĂĽber dieses Thema seien gescheitert, teilt die NMPA mit.

Die Musikverlage haben nach eigenen Angaben eine Liste von 150 Liedern – darunter die Titel Let It Be, My Heart Will Go On, Me and Bobby McGee und Like a Prayer – vorgelegt, die angeblich ohne Erlaubnis vertrieben werden. Für jedes unautorisiert veröffentliche Werk verlangt die NMPA 150.000 US-Dollar Schadensersatz.

Für den Dienst "XM + MP3" werden eigens Geräte wie das Inno von Pioneer angeboten, an dem sich voriges Jahr schon die Plattenlabel rieben. Auf dem von Pioneer hergestellten Gerät lassen sich über XM bezogene Musikstücke abspeichern, in Playlists zusammenstellen und unterwegs anhören. Die NMPA schreibt, XM ermögliche es, nach dem Motto "Hear It, Click It, Save It!" unerlaubt digitale Kopien von den ausgestrahlten Liedern anzufertigen. Ein Bundesrichter hat das Verfahren der Plattenlabel gegen XM bereits zugelassen. XM könne sich nicht auf den Audio Home Recording Act, der Ausnahmen vom Copyright vorsieht, berufen, teilt die NMPA mit. (anw)