Britische Datenschützer klären über Datenschutzrechte auf

Das Information Commissioner's Office klärt in einer Medienoffensive Bürger und Unternehmen über ihre Rechte sowie Behörden über ihre Pflichten auf.

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Die unabhängige britische Datenschutzbehörde Information Commissioner's Office (ICO) sieht Aufklärungsbedarf für Bürger, Geschäftsleute und Behörden über ihre Datenschutzrechte und -pflichten. Sie hat deshalb zwei Mitteilungen herausgegeben, damit sie sich besser mit der Weitergabe ihrer Daten auseinandersetzen können. Der Datenschutzbeauftragte Iain Bourne erläutert, es würden immer mehr Daten ausgetauscht. Es sei wichtig, die Menschen über ihre auf dem Data Protection Act fußenden Rechte aufzuklären.

Informationen über einzelne Personen könnten innerhalb von Organisationen, aber auch zwischen Institutionen ausgetauscht werden, erläutert das ICO, das in Großbritannien mit der Überwachung des Datenschutzes betraut ist. Beispielsweise könne eine Behörde Daten über Steuerzahlungen weitergeben, ein Lehrer seine Informationen über Schüler an Sozialarbeiter oder die Polizei von lokalen Behörden Daten beziehen, um "antisoziales Verhalten" zu bekämpfen. Auch wenn der Datenaustausch nützlich sein kann, geschehe er zu oft ohne Einwilligung der Betroffenen, schreibt das ICO (PDF-Datei). Es weist darauf hin, dass die Bürger frei wählen können, ob ihre Daten weitergegeben werden.

Die Behörden macht das ICO darauf aufmerksam (PDF-Datei), dass von ihnen gesammelte und zur Weitergabe bestimmte Daten über Unternehmen oft sensibler als andere sein können, beispielsweise über ihre Einkünfte. Auch private Daten von Unternehmern sollten vorsichtiger behandelt werden. Nach dem Data Protection Act haben Bürger und Unternehmen das Recht zu erfahren, welche Informationen welche Daten über sie speichern. Die Datensammler wiederum müssen in der Lage sein, beispielsweise zu erklären, warum eine Weitergabe von Daten notwendig ist. (anw)