Immer mehr Menschen hören Radio online

Laut einer Studie des Bitkom-Verbandes hören immer mehr Menschen Radio über das Netz. Die GEZ-Gebühr für PCs könne diese Entwicklung jedoch bremsen.

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Immer mehr Menschen hören Radio über das Internet. Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) im Vorfeld der Musikmesse Popkomm in Berlin mitteilte, zählten Online-Radiosender 2006 über 20 Millionen Hörer pro Woche, im Vorjahr waren es noch 15 Millionen wöchentliche Hörer. Der Markt soll dank der zunehmenden Verbreitung schneller Internetzugänge und kostengünstiger Flatrates weiter wachsen. Für Ende 2006 rechnet der Bitkom mit knapp 14 Millionen schnellen Online-Zugängen in Deutschland, gut ein Drittel mehr als im Vorjahr.

Etablierte Radiosender verstärkten ihre Online-Aktivitäten, erklärte der Verband, und durch eine Zunahme reiner Online-Kanäle erhöhe sich die Programmvielfalt. Bis 2010 soll die Hörerschaft europaweit auf 31,9 Millionen Menschen wachsen. "Zu einer unerwarteten Bremse könnten sich allerdings noch die in Deutschland geplanten Rundfunkgebühren auf PCs entwickeln", warnte Bitkom-Vize Jörg Menno Harms. "Auch deshalb sind wir für eine niedrige, nicht gerätebezogene Rundfunkabgabe, die jeder Haushalt und jedes Unternehmen zahlt." (vbr)