SIGGRAPH: Strippen ziehen in XSI
Softimage gewährt erste Blicke auf den zukünftigen Verhaltenseditor "Moondust" für die 3D-Animationssoftware XSI.
Auf seiner Kundenveranstaltung am Rande der SIGGRAPH hat Softimage eindrucksvoll demonstriert, wie in der 3D-Software XSI künftig Verhalten gesteuert werden soll. Das Moondust genannte System basiert ähnlich wie Cebas' Thinking Particles auf Modulen, die grafisch verschaltet werden.
Neben der physikalischen Simulation der Partikel als feste Körper waren Flammen und Zigarettenrauch zu sehen, einschließlich der dazu passenden volumetrischen Shader. Die Simulationen liefen ohne aufwendiges Rendering in Echtzeit, ebenso wie Wasseranimationen auf Basis von Partikeln sowie "intelligente" Bewegungen, in denen Partikel Hindernissen ausweichen. Alle Partikel lassen sich auch durch normale Objekte ersetzen. Ebenso kann Moondust herkömmliche Objekte verformen: In der Demo hinterließ ein 3D-Modell Fußstapfen im Untergrund, die sich wieder wegwischen ließen. Umgekehrt waren Modelle zu sehen, die voxelisiert als Sammlung kleiner Bauklötze zu Partikeln wurden.
Besonders stolz zeigte sich der Hersteller darüber, eine Workstation mit acht Prozessorkernen dank massivem Multi-Threading komplett auszulasten. Moondust soll einen Umbau der Architektur von XSI in Richtung auf weitere Skalierbarkeit markieren. (Jörn Loviscach) (ghi)