Forschungsministerium fördert OLED-Entwicklung
Das BMBF fördert die Forschung an organischen Leuchtdioden mit 100 Millionen Euro, von der Industrie sollen 500 Millionen Euro fließen.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Entwicklung organischer Leuchtdioden (OLED) in den kommenden fünf Jahren mit 100 Millionen Euro fördern. Die beteiligten Unternehmen sollen weitere 500 Millionen Euro investieren. Bundesforschungsministerin Annette Schavan sagte zum Start der OLED-Iniative des Ministeriums am heutigen Montag in Ludwigshafen, die optischen Technologien seien "ein Motor für Innovation und Wachstum in Deutschland". Schavan eröffnete am Montag auch das neue Joint Innovation Lab der BASF. Hier sollen Industrie- und Hochschulpartner im Rahmen der OLED-Initiative gemeinsam forschen.
Die Forschungsprojekte sollen dazu beitragen, künftig auch großflächige, flexible Lichtquellen und transparente Displays kostengünstig zu erzeugen. In der Startphase der Initiative wird das BMBF fünf Forschungsverbünde mit insgesamt 33 Partnern aus Universitäten, Forschungsinstituten und Wirtschaft fördern. Vertreter von BASF, Merck KGaA, Optrex Europe, Osram Opto Semiconductors und Philips Deutschland betonten die strategische Bedeutung der Technologie und der Forschungsinitiative für ihre Unternehmen. OLED-Produkten wird ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe attestiert.
OLEDs sind in zahlreichen Produkten der Unterhaltungselektronik zu finden. Die Technologie findet sich in den Displays von MP3-Playern, Autoradios, Navigationssystemen oder Handys. Mit verstärkten Bemühungen will die deutsche Industrie nun eigene Produktionskapazitäten aufbauen und Boden auf in der OLED-Technik führende Länder wie Taiwan oder Korea gutmachen. (vbr)