Bing kooperiert mit Encyclopaedia Britannica

Microsofts Suchmaschine hat einen traditionsreichen Kooperationspartner gewonnen: In den Suchergebnissen sollen nunmehr kleine Snippets mit Informationen aus der Encyclopaedia Britannica erscheinen.

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Microsofts Suchmaschine Bing ist eine Partnerschaft mit der Encyclopaedia Britannica eingegangen, wie das Unternehmen in einem Blogbeitrag mitteilte. Informationen aus der Enzyklopädie sollen in den Suchergebnissen eingeblendet werden, wovon sich die Entwickler eine effizientere Suchfunktionen erhoffen.

Kurze Fakten aus der Britannica.

(Bild: Bing)

Das eingeblendete Snippet soll dabei ein Thumbnail-Bild, kurze Fakten sowie Links zu Nachschlagequellen enthalten – neben der Britannica auch zu Wikipedia, Freebase und Qwiki. Wie die von den Entwicklern gewählten Suchbegriffe wie Akebia und Rovereto zeigen, wird das Britannica-Ergebnis nicht automatisch an oberste Position der Ergebnisliste gesetzt. Searchengineland berichtet, dass eine Einblendung nur dann erfolgt, wenn ein Britannica-Link ohnehin zu den Suchergebnissen gehört. Ob die Info-Schnipsel auch außerhalb des englischen Sprachraums eingeblendet werden, ist noch offen.

Die Funktion ähnelt dabei dem von Hauptkonkurrenten Google im Mai 2012 eingeführten Knowledge Graph. Dieser ist jedoch anders als Bings Britannica-Snippets nicht einfach Teil der Suchergebnisse, sondern wird immer rechts oben neben der Liste platziert. Zudem basieren die Informationen des Google-Features auf einer unternehmenseigenen Datenbank, die derzeit 500.000 Objekte und Informationen über ihre semantischen Verbindungen zueinander enthalten soll.

Bings Kooperationspartner Encyclopedia Britannica gab erst im März 2012 bekannt, dass keine gedruckte Fassung des traditionsreichen Nachschlagewerks mehr erscheinen werde. Aktuelle Artikel des Lexikons seien nur noch online verfügbar. (axk)