Studie: Breitband über Stromkabel vor dem Durchbruch
Das US-amerikanische Marktforschungsinstitut In-Stat sieht für Powerline-Breitbandanschlüsse beste Zukunftschancen.
Laut einer Studie des US-Marktforschungsunternehmens In-Stat wird die Powerline-Technik zur schnellen Datenübertragung per Stromkabel (BPL) bei der weltweiten Breitbandversorgung von Haushalten aufholen und Kabel- und Telefonnetze sogar überholen. Nach Ansicht der Marktforscher hat die Technik Vorteile, denn sie benötigt neben dem vorhandenen Stromnetz keine weitere Verkabelung. Gerade in bestimmten Regionen in Afrika, Asien oder dem pazifischen Raum, die nur schlecht an das Kabel-TV- oder Telefonnetz angebunden sind, sei dieser Umstand wichtig.
Die Forscher ermittelten, dass der weltweite Verkauf von Powerline-Zubehör im Jahr 2005 die zwei Millionen Marke übersprungen hat. Nach Ansicht von In-Stat werde der Powerline-Markt im laufenden Jahr außerdem um weitere 200 Prozent anwachsen. Insbesondere in Gebieten mit nur einem Internet-Anbieter kann die Powerline-Technik erfolgreich sein, meinen die Marktforscher. Vor einigen Wochen hatte sich die US-Behörde für Telekomminikation FCC für diese Technik ausgesprochen und sich damit gegen die Argumente von Hobbyfunkern, Rundfunkbetreibern und der Luftfahrtindustrie gewendet. Da jede Stromleitung, auf der BPL genutzt wird, ein schwacher Störsender ist, wollten diese Gruppen den Einsatz der Powerline-Technik in den USA verhindern.
Siehe dazu auch: (rek)
- Ernst Ahlers, Medienwahl,Strom- und Funknetze lösen das LAN-Kabel ab, c't 18/2006, Seite 102
- Powerline-Störungen: Aufschub für Linz AG
- Geldbußen für Linzer Powerline angekündigt
- Zahlreiche Funkstörungen durch Linzer Powerline