OpenOffice-Gemeinde trifft sich in Lyon
Für drei Tage haben sich Entwickler und Anhänger des Open-Source-Büropakets in der französischen Stadt versammelt.
In Lyon wurde gestern die OpenOffice.org Conference (OOoCon 2006) eröffnet, die Konferenz der OpenOffice-Entwickler. Mit 500 Teilnehmern erfährt die von der französischen OpenOffice.org-Gruppe organisierte Veranstaltung einen regen Zuspruch. Nach den gestrigen Community-Meetings folgten heute die Keynotes.
Novell-CIO Debra Anderson schilderte in ihrer Rede den Umstieg von Windows auf Open Source in dem Unternehmen. Die Mitarbeiter würden nicht zum Umstieg angehalten. Auf freiwilliger Basis sei inzwischen der größte Teil auf Rechner migriert, die ausschließlich auf Linux liefen. Zuvor waren meist Multiboot-Systeme in Betrieb. Windows werde mehrheitlich nur noch zu Testzwecken oder in Emulierungen betrieben. Während der Umstellung seien keine gravierenden Probleme aufgetreten, schilderte Anderson weiter. Die Resonanz sei überwiegend positiv. Derzeit laufe der Umstieg von der Vorversion auf Linux Enterprise Desktop 10.
Google-Manager Zaheda Bhorat ging auf die Verwendung von OpenOffice in ihrem Unternehmen ein. Der Suchmaschinenhersteller engagiert sich offiziell seit Herbst vergangenen Jahres für das Open-Source-Büropaket. OpenOffice-Entwickler Michael Meeks erläuterte auf der Konferenz, es werde momentan an der Verkürzung des Startup des Büropakets gearbeitet. Ein weiteres Arbeitsfeld sei die Übertragung von Makros aus Microsoft Excel, die momentan noch ein Problem darstelle.
Die OOoCon 2006 ist die vierte ihrer Art. Voriges Jahr fand sie in Koper/Capodistria statt, zuvor in Berlin und 2003 in Hamburg. Die aktuelle Konferenz endet morgen unter anderem mit einem "OpenDocument Panel". (anw)