Investitionen in Chipfertigung legen 20 Prozent zu
Um den wachsenden Bedarf an Halbleiterprodukten decken zu können, bauen die Hersteller ihre Fertigungskapazitäten weiter aus. Die Anbieter solcher Anlagen verzeichnen im laufenden Jahr daher überdurchschnittliche Umsatzzuwächse.
Auf rund 39 Milliarden US-Dollar werden die Investitionen in Anlagen fĂĽr die Chipfertigung bis zum Jahresende ansteigen, prognostiziert der Verband Semiconductor Equipment and Materials International (SEMI). GegenĂĽber dem Vorjahr entspricht dies einem Wachstum um gut 20 Prozent und wird damit die ursprĂĽnglichen Erwartungen von 18 Prozent noch deutlich ĂĽbertreffen.
Ausrüster für die Chipproduktion wie beispielsweise Applied Materials, Tokyo Electron und Advantest melden daher auch Rekordaufträge. Die größte Investitionsbereitschaft zeigen japanische Unternehmen: ein Fünftel aller Aufträge kommen aus diesem Land, gefolgt von Taiwan und Südkorea. Bis Ende März 2007 wollen japanische Halbleiterhersteller insgesamt 7 Milliarden Euro in neue Anlagen investieren.
Die Experten der SEMI sehen jedoch auch potenzielle Risiken der aktuellen Investitionseuphorie. Denn rund 40 Prozent der neuen Anlagen werden erst in der zweiten Hälfte 2007 die Serienfertigung aufnehmen können. Bis dahin könnte jedoch der größte Nachfrageüberhang für Halbleiterprodukte bereits wieder abgebaut sein. Daher rechnet SEMI im kommenden Jahr auch mit nur noch geringeren Investitionen in weitere Produktionsanlagen. (map)