Symantec verspricht mehr Marge fĂĽr mehr Know-how
Mit der Einführung einer Spezialisierung für das KMU-Segment eröffnet Symantec seinen Partnern nun auch jenseits des Enterprise-Geschäftes attraktivere Provisionen.
Spezialisierungen innerhalb eines Channel-Programms helfen Resellern, ihr spezifisches Know-how nutzbringender in die Partnerschaft mit einem Hersteller einzubringen und im Gegenzug von gezielterer Unterstützung zu profitieren, sowie ihr Profil gegenüber Wettbewerbern zu schärfen. Symantec hatte bisher vor allem für seine Vertriebspartner im Enterprise-Geschäft die Möglichkeiten zu Spezialisierung angeboten, weitet das Channel-Programm diesbezüglich nun aber auch auf das deutlich größere Kundensegment der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aus. Unter dem Motto „Mehr Marge für Know-how“ sollen Channel-Partner künftig auch im KMU-Segment stärker profitieren, wie Max Galland, Senior Manager SMB Sales EMEA Central Region bei Symantec, im Gespräch mit heise resale erklärt.
Für die stärkere Fokussierung auf den KMU-Markt erwartet der Hersteller von seinen Partnern den Nachweis von spezifischem Know-how. So müssen beispielsweise Silber-Partner mindestens einen Mitarbeiter mit technischer Zertifizierung vorweisen können – wahlweise im Produktsegment Security oder Backup. Im Zuge registrierter Projekte gewährt Symantec den spezialisierten Partnern dann eine Marge von 20 Prozent, statt der sonst üblichen maximal 10 Prozent. Darüber hinaus dürfen die zertifizierten Partner auf erweiterten Online-Support vertrauen, werden in den Online Partner Locator aufgenommen und erhalten kostenfreie Lizenzen für die Inhouse-Verwendung.
Gute Chancen für Partner im KMU-Markt sieht Galland nicht zuletzt aufgrund des stetig wachsenden Interesses an Cloud- und Virtualisierungskonzepten bei kleinen und mittleren Unternehmen. So hatte Symantec im Rahmen des "2012 SMB Disaster Preparedness Survey" ermittelt, dass hierzulande bereits 44 Prozent der KMUs mobile Geräte in ihre IT-Infrastrukturen integrieren und 37 Prozent die Server-Virtualisierung nutzen – hauptsächlich aus dem Grund, besser auf IT-Ausfälle vorbereitet zu sein. Um in dieser Situation Kunden maßgeschneiderte Lösungen offerieren zu können, kommen Symantec nicht nur die neuen Versionen der Datensicherungsanwendungen Backup Exec 2012 und NetBackup 7.5, sondern auch eine enge Kooperation mit VMware zugute.
Beide Hersteller haben sich auf die tiefe Integration von Symantec-Anwendungen in VMwares Cloud Infrastructure Suite verständigt. So greifen etwa Symantecs Critical System Protection (CSP) ESX-Guests sowie -Hypervisors nahtlos ineinander, wenn es darum geht virtuelle Rechenzentren vor Angriffen zu schützen. Eine Anpassung der regelbasierenden Kontrollfunktionen an vSphere 5.0 ist in Vorbereitung. Beim Aufspüren und Verhindern von potenziellen Datenverlusten in virtuellen Umgebungen beispielsweise arbeiten VMwares vShield App und die Software Symantec Data Loss Prevention zusammen. "Dabei gehen wir weit über die Integration mit anderen Herstellern hinaus", ergänzt Galland. (map)