Europäisches Forum für High Performance Computing gegründet

Ein neuer Zusammenschluss zum Thema High Performance Computing soll nach dem Willen der Europäischen Kommission die bestehende PRACE-Partnerschaft um ein HPC-Forschungsprogramm ergänzen.

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Von
  • Robert Lippert

Verschiedene Anbieter und Forschergruppen aus dem Gebiet des High Performance Computing (HPC) haben sich zur European Technology Platform for HPC (ETP4HPC) zusammengeschlossen. Ziel der in den Niederlanden registrierten Einrichtung ist es, wettbewerbsfähige HPC-Lösungen zu fördern und einen nachhaltigen europäischen HPC-Sektor aufzubauen.

Zu den Gründern des neuen Forums gehören die Anbieter Allinea, ARM, Bull, Caps Entreprise, Eurotech, IBM, Intel, ParTec, STMicroelectronics und Xyratex sowie die HPC-Forschungszentren BSC, CEA, CINECA, Fraunhofer, das Forschungszentrum Jülich und das LRZ. Zusammen ergänzen sie unter dem Dach der Europäischen Kommission die bestehende Allianz PRACE (Partnership for Advanced Computing in Europe) um ein entsprechendes HPC-Forschungsprogramm. Weitere Mitglieder seien willkommen, vorausgesetzt wird jedoch, dass an einem europäischen Standort geforscht und entwickelt wird.

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European Technology Platform

Die sogenannte European Technology Platform (ETP) ist ein Rahmenwerk der Europäischen Kommision, das die wissenschaftliche Entwicklung diverser europäischer Forschungsziele über öffentlich-private Zusammenschlüsse fördern soll. Die Partnerschaften an sich sind von der Kommission unabhängig, stehen mit ihr aber in einem "strukturellen Dialog". Letztlich können die Ergebnisse auch in die Entscheidung für europäische Fördermaßnahmen einfließen.

High Performance Computing sei für einige Anwendungsfelder relevant, beispielsweise um komplexe Naturphänomene nachzuvollziehen, Energieressourcen zu berechnen oder auch für die Materialforschung. Mit seinen Partnern wähnt sich das ETP4HPC-Forum dazu in den kommenden Jahren an der Spitze der HPC-Industrie, deren Entwicklungen sich auf den wissenschaftlichen und technischen Bereich auswirken sollen. Die Details zu seinen Beweggründen und der inhaltlichen Ausrichtung erläutert der Verbund in einem Vision Paper (PDF-Datei). Zudem bereitet man eigenen Angaben nach bereits eine strategische Agenda vor, die die bis zum Jahr 2020 geplanten europäischen Forschungsziele näher umreißen soll.

Eine erste Gelegenheit zum Austausch haben Interessierte auf der International Supercomputing Conference 2012 (ISC12). Mitglieder des ETP4HPC wollen auf dem IDC Breakfast Briefing anwesend sein. ()