Funkwerk hebt Prognose an
Der Telekommunikationstechnik-Hersteller ist vor allem mit Lösungen für Bahngesellschaften und die Autoindustrie bekannt geworden, hat aber unter anderem im WLAN-, Tetra- und Access-Bereich die Geschäfte ausgebaut.
Der Telekommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk hat die Prognose für das laufende Geschäftsjahr angehoben. Der Umsatz solle auf 300 Millionen Euro, statt der ursprünglich angepeilten 255 Millionen, steigen. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) soll demnach bei rund 15 Millionen Euro, statt der geplanten 13 Millionen Euro, liegen.
Das Unternehmen, das unter anderem Mobilfunktechnik für Bahngesellschaften und Autoindustrie herstellt, hat nach Vorstandsangaben ein enttäuschendes Jahr 2006 hinter sich, konnte das Geschäftsjahr aber noch mit Gewinn abschließen. Die Funkwerk-Gruppe beschäftigt etwa 1200 Mitarbeiter; auf Geschäfte, die deutlich unter den Erwartungen lagen, hatte die Firma unter anderem mit einem Umbau des Vorstands reagiert.
Funkwerk war auch durch Übernahmen anderer Firmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hatte seine Geschäftsfelder über Kommunikationstechnik für Verkehrs- und Logistik-Unternehmen hinaus ausgedehnt. Zuletzt gingen der Geschäftsbereich "Information Technologies" des westfälischen Verkehrstechnologiekonzerns Vossloh und der Sicherheitsspezialist VarySys in den Besitz von Funwerk über, zuvor übernahm man den Telematik-Anbieter Euro Telematik AG. Zuvor kaufte Funkwerk etwa den WLAN-Spezialisten Artem, den Netzwerk-Anbieter Bintec Access Networks und den Telefonanlagen-Hersteller Elmeg; außerdem war die Firma in den Markt für die digitale Behördenfunk-Technik TETRA eingestiegen. (jk)