Debian Etch fĂĽr acht Architekturen
Das Debian-Release-Team hat Ende Dezember erste Details vorgelegt, aus welchen Architekturen die nächste Version der Linux-Distribution nunmehr bestehen soll.
Das Debian-Release-Team hat Ende Dezember erste Details vorgelegt, aus welchen Architekturen die nächste Version der freien Distribution nunmehr bestehen soll. Schon im September waren Diskussionen bekannt geworden, nach denen die Entwickler über eine Reduzierung der Zahl der offiziell unterstützten Architekturen nachdenken, um die Entwicklungszeit für neue Releases zu verkürzen. Damals war noch die Rede von nur vier Architekturen.
Auf der Mailingliste für Entwickler hat Steve Langasek Ende Dezember die vorläufigen Ergebnisse einer vom Release Team im September ausgerufenen zweimonatigen Bewährungszeit veröffentlicht. Nach der Bewertung haben es ARM, m68k, S/390 und SPARC nicht mehr geschafft, AMD64 ist als neue Architektur für Etch hinzugekommen (in Sarge, das m68k, SPARC, Alpha, PowerPC, x86, IA-64, PA-RISC, MIPS, MIPSEL, ARM und IBM S/390 unterstützt, fehlte es noch offiziell). Langasek mahnt aber in seiner Nachricht, dass dies noch längst keine endgültige Entscheidung sei. Die Bewertung würde bis zur voraussichtlichen Fertigstellung von Etch im Dezember 2006 wiederholt.
Es ist durchaus denkbar, dass Etch für weniger als die jetzt ins Auge gefassten Architekturen erscheint. Mit dem Ausschluss einer Architektur durch das Release Team stellen die Entwickler die Arbeit mitnichten ein. Allerdings sinkt die Wertigkeit von Fehlerreports, sodass diese die Veröffentlichung einer endgültigen Fassung von Etch nicht mehr aufhalten. (ps)