Google App Engine erweitert SSL-Support und kommt nach Europa

Google eröffnet ein Rechenzentrum für seine App Engine in Europa, was die Latenz für hiesige Kunden verringern soll. Außerdem können jetzt freiwählbare Domains per SSL abgesichert werden.

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Von
  • Christian Kirsch

Google nutzte seine I/O-Konferenz zum Vorstellen seiner App Engine in Version 1.7. Erstmals können Kunden nun SSL/TLS-Verschlüsselung für eigene Domains nutzen – bislang waren sie auf die Domain appspot.com beschränkt. Für den sicheren Zugang bietet Google zwei Optionen an.

Beim preiswerteren Server Name Indicator (SNI) gibt es eine IP-Adresse, die sich mehrere Domains teilen können. Jede davon nutzt ihr eigenes SSL-Zertifikat. Die SNI-Option kostet 9 US-Dollar pro Monat und enthält bis zu fünf Zertifikate.

Für 99 US-Dollar bekommen Kunden bei Virtual IP (VIP) eine dedizierte IP-Adresse, die sie mit ihren Anwendungen nutzen können. Jeder dieser Adressen kann ein Host-, Wildcard- oder Multi-Domain-Zertifikat zugeordnet sein.

"Premier Accounts" können jetzt eine europäische Installation der App Engine nutzen. Bislang gab es die Technik nur auf Servern in den USA; mit dem neuen Angebot will Google die Latenz für europäische Kunden reduzieren.

AuĂźerdem bietet der Internetkonzern fĂĽr App Engine die selbstentwickelte PageSpeed-Technik an. FĂĽr 0,39 US-Dollar pro ĂĽbertragenem Gigabyte schaltet Google diese Optimierung auf seinen Webservern an, was zu schneller ladenden Seiten auf Client-Seite fĂĽhren soll.

Die bisherige App-Schranke von 150 MByte wurde auf 1 GByte angehoben, und ein neues Tool soll die Migration von Blobs (binary large objects) vom bisherigen Master-Slave-Datastore in den High Replication Datastore erleichtern. Weitere Neuerungen gibt es fĂĽr die Java-, Python- und Go-Schnittstellen. (ck)