Polizei Halle ermittelt gegen bundesweit tätige Internet-Betrüger

"Der alte Spruch 'Erst die Ware, dann das Geld' hat auch im Internet seine Gültigkeit nicht verloren", sagte ein Polizeisprecher zu den Ermittlungen gegen einen Online-Händler, der gegen Vorkasse bestellte Ware nicht lieferte.

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  • dpa

Die Polizei in Halle ermittelt in einem bundesweiten Fall von Internet-Betrug. "Bislang gibt es über 340 Geschädigte", sagte Polizeisprecher Siegfried Koch. Die Kunden hatten Ware bestellt und das Geld im Voraus bezahlt, die Ware aber nie erhalten. Schätzungen zufolge beläuft sich die Schadenssumme derzeit auf rund 90.000 Euro.

Gegen den fraglichen Online-Händler gingen seit Weihnachten mehr als 200 Anzeigen aus ganz Deutschland ein, sagte der Polizeisprecher, der damit einen Bericht der Mitteldeutschen Zeitung vom heutigen Mittwoch bestätigte. Die Überprüfung der im Impressum genannten Adresse in Halle ergab, dass es sich um eine Briefkastenfirma handelt. Nun muss ermittelt werden, wer hinter dem betrügerischen Angebot steckt. "Wir wissen derzeit noch nicht, ob es sich überhaupt um mögliche Täter aus Halle handelt", sagte Koch.

Zugleich mahnte die Polizei zur Vorsicht beim Kauf von Ware über das Internet. "Die Kunden sollten sich vor dem Kauf über die Anbieter genau informieren und besser auf Rechnung kaufen statt gleich vertrauensselig Geld zu überweisen", sagte der Sprecher. "Der alte Spruch 'Erst die Ware, dann das Geld' hat auch im Internet seine Gültigkeit nicht verloren." (dpa) / (jk)