Als Papier-Bilder laufen lernten ...
Der Hersteller Plastic Logic hat ein elektronisches Papier auf Basis organischer Dünnfilm-Transistoren vorgestellt, welches Animationen annähernd ruckelfrei darstellen kann.
Der englische Hersteller Plastic Logic hat ein Display in Gestalt von sogenanntem E-Paper vorgestellt, welches Videos mit Bildraten von 14 monochromen Frames per Second (fps) wiedergeben kann. Bei farbigen Animationen soll die maximale Bildrate immer noch 12 fps betragen.
Während der Hersteller auf seiner Website in britischem Understatement nur trocken berichtet, er habe die Errungenschaft auf einem Tag der offenen Tür vorgestellt, wird auch aus einschlägigen Medienberichten ersichtlich, welche Bedeutung dieser Entwicklungserfolg für die Produzenten von Ebook-Lesegeräten haben dürfte. Plastic Logics Technik-Chef Paul Cain erklärte in einem Interview, das Unternehmen arbeite an noch schnelleren Displays, am Ende müsse man aber immer einen Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Kontrast eingehen.
Außerdem entwickle das Display auf der Basis organischer Dünnfilmtransistoren einen zunehmenden Leistungsbedarf, wenn man die Update-Frequenz steigere. Bei der Anzeige statischer Bilder kommt es ganz ohne Energieversorgung aus, da es zum Beispiel auch keine Hintergrundbeleuchtung benötigt, und im ständig aktualisierten Betrieb bei der Video-Wiedergabe ist es nach Expertenmeinung immer noch weniger leistungshungrig als andere Displays – gut für die Akkulaufzeit etwa eines Ebook-Lesegeräts.
Plastic Logic, das unter anderem eine Fertigungsstraße für organische Displays in Dresden unterhält, will seine Erzeugnisse offenbar nur an OEM-Kunden vertreiben und hat sich im Mai von dem Gedanken verabschiedet, einen eigenen Ebook-Leser zu entwickeln.
(hps)