SiS erhält Lizenz für Intels FSB1333
SiS hat von Intel eine Lizenz zum Bau von Chipsätzen erhalten, die Intels in den nächsten Monaten erwartete FSB1333-Prozessoren unterstützten.
Chipsatzhersteller SiS hat laut eigenen Angaben mit Intel einen Vertrag geschlossen, der es SiS gestattet, Chipsätze mit FSB1333-Unterstützung zu fertigen und zu vertreiben. Damit sollen aktuelle und in nächster Zeit vorgestellte Intel-Prozessoren inklusive der Quad-Core-CPUs auch auf Mainboards arbeiten, die FSB1333-kompatible Chipsätze von SiS verwenden. Angekündigt hat das Unternehmen solche bisher jedoch nicht.
Derzeit nutzen die meisten Core-2-Prozessoren noch FSB1066 zur Kommunikation mit dem Mainboard-Chipsatz, viele der günstigeren Intel-CPUs sogar nur FSB800. Prozessoren mit FSB1333 will Intel erst Mitte des Jahres auf den Markt bringen; eigene Chipsätze mit FSB1333-Unterstützung dürfte der Prozessorhersteller parallel oder kurz vorher vorstellen. Mit FSB1333 dürfte Intels Frontsidebus indes seine schnellste Ausprägung bei Desktop-Prozessoren erreicht haben: Die für Ende 2008 geplante Prozessorgeneration Nehalem soll einen integrierten Speicher-Controller besitzen und die Chipsätze wohl über eine neue, in gewisser Weise Hypertransport ähnliche serielle Schnittstelle anbinden.
Mainboards mit SiS-Chipsatz gab es in den letzten Jahren praktisch nur noch im Billigsegment; seit AMD/ATI und Nvidia im Chipsatz-Markt für Intel-CPUs eingestiegen sind und Intel verstärkt auch günstige Chipsätze anbietet, sind Mainboards mit SiS-Produkten im hiesigen Markt rar geworden und kaum mehr erhältlich. Die Auswirkungen des Lizenz-Deals dürften daher für den deutschsprachigen Raum auf absehbare Zeit gering sein. (thl)