Telepassport klagt gegen Telekom-Gebühr
Die Erfurter Telefongesellschaft Telepassport hat bei der EU-Kommission Beschwerde gegen die Deutsche Telekom eingereicht, um eine Senkung der Interconnection-Gebühren zu erreichen.
Die Erfurter Telefongesellschaft Telepassport hat am vergangenen Freitag bei der EU-Kommission Beschwerde gegen die Deutsche Telekom eingereicht. Man wolle damit eine Senkung der Interconnection-Gebühren erreichen, die im Vergleich zu den Endkundenpreisen der Telekom zu hoch seien, sagte Pressesprecher Volker Isenmann am Montag. Auf keinen Fall wolle man jedoch, daß an den Endkundenpreisen "rumgedoktert" werde. Die jetzigen Interconnection-Gebühren bedeuteten jedoch kaum Gewinn für andere Telefonanbieter.
Interconnection-Gebühren müssen die Wettbewerber an die Telekom zahlen, wenn sie deren Leitungen benutzen. Der Preis ist nach Zeit und Entfernung gestaffelt. Er liegt durchschnittlich bei 2,7 Pfennige pro Minute. Während Telekomkunden nach der Tarifsenkung zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nur sechs Pfennige pro Minute für Ferngespräche zahlen, betrage die Interconnection-Gebühr für diesen Zeitraum maximal 3,1 Pfennige, sagte Isenmann. Die meisten Wettbewerber müßten die Gebühr zweimal an die Telekom zahlen - für das Abholen eines Gespräches und für das Terminieren. (cp)