Multimedia-Verband: E-Commerce schlägt Fernsehen
In diesem Jahr wird der elektronische Handel mit seinen Umsätzen aus Werbung und Dienstleistungen am Fernsehen vorbeiziehen, meint der Deutsche Multimedia Verband.
In diesem Jahr wird der elektronische Handel mit seinen Umsätzen aus Werbung und Dienstleistungen am Fernsehen vorbeiziehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine vom Deutschen Multimedia Verband (DMMV) durchgeführte Studie.
Allerdings bezieht sich die Studie nicht auf Umsätze durch den elektronischen Einkauf von Verbrauchern. Vielmehr seien im vergangenen Jahr gut acht Milliarden Mark mit Werbung, Agenturumsätzen, Mitgliedsbeiträgen und Softwarelizenzen umgesetzt worden. Das Fernsehen habe aus Werbung und Gebühreneinnahmen mit 20 Milliarden Mark noch das Zweieinhalbfache erhalten. Die Studie prognostiziert, dass dieser Wert um weniger als zehn Prozent wächst, während er im Bereich des E-Commerce um weit mehr als das Doppelte ansteigen soll.
Die Leidtragenden des erwarteten starken Zuwachses im Werbebereich werden nach Ansicht des DMMV-Präsidenten Rainer Wiedmann die Zeitungen sein. "Der ganze Kleinanzeigen-Markt fällt weg und geht ins Netz." In anderen Branchen hingegen würden durch den elektronischen Handel neue Umsätze generiert. (atr)