Einkaufspreise fĂĽr Mainstream-Speicher geraten unter Druck
Bei fast allen Speichertypen ist der Aufwärtstrend des HEKs gestoppt. Wie erwartet, geben die Kurse zum Ferienanfang sogar nach. Sonderpreise beleben aktuell den Markt. Für die kommenden Wochen erwartet die Branche eher zurückhaltendes Kaufinteresse.
Die Speicherpreise behaupten weiterhin ein stabiles Niveau, mit Spitzen nach oben wie unten. Im Schnitt zeigt die Tendenz aber erstmals nach einigen Wochen wieder abwärts. So ist beispielsweise der HEK für ein DDR3-1333-Kit mit vier GByte seit Anfang Juni von etwas über 23 Euro auf knapp unter 20 Euro gefallen. Gleichzeitig tendieren DDR3-1600-Module um bis zu fünf Prozent nach oben.
"Die Nachfrage ist leicht steigend", erklärt Marc Willems, Produktmanager Einkauf bei B.Com Computer. "Gleichzeitig haben die Hersteller wieder begonnen, Sonderpreise anzubieten und beleben den Markt dadurch."
Mit den bevorstehenden Sommerferienmonaten tendieren auch die meisten Speicher-HEKs wieder nach unten.
"Nahezu alle Produkte sind gut verfügbar", ergänzt Florian Gerken, Senior Manager Components bei Ingram Micro Distribution. "Die Preise für DDR2-Speicher sind stabil, während DDR3-Modelle eine leicht fallende Tendenz aufweisen."
Speicherabsatz etwas schwächer als im Vorjahr
"Das erste Halbjahr verlief aus unserer Sicht gut und entsprach den Erwartungen", beschreibt Kay Stoll, Produktmanager im Einkauf bei Devil, das Speichergeschäft der letzten sechs Monate. Wobei die Distribution das zweite Quartal als etwas schwächer als das Q1 einstuft. "Der Juni war aber ein besonders starker Monat", sagt B.Com-Manager Willems gegenüber heise resale. "Wir sind sehr zufrieden mit den Zahlen. Betrachtet man das gesamte erste Halbjahr 2012, ist es zwar schwächer als der Vergleichszeitraum 2011, aber dennoch auf einem insgesamt hohen Niveau."
Bei der Preisbeobachtung unterstĂĽtzten uns:
Also-Actebis AG
B.com Computer AG
CTT AG
Devil AG
Ingram Micro GmbH
Die Sommermonate gelten generell als eher schwächere Zeit. Da aktuell auch keine Komponenten-Launches anstehen, gibt es für den Handel keine Indikatoren für einen besseren Verlauf. Daher ist damit zu rechnen, dass die HEKs verstärkt nachgeben werden. Den Umsatz treiben in erster Linie DDR3-Module mit vier GByte voran. "Eine Vermutung wäre, dass mit Schulbeginn etwas Belebung durch Projekte im Education-Bereich kommen könnte", hofft B.Com-Manager Willems. (map)