Funkwerk bestätigt Jahresprognose
Der thĂĽringische Telekommunikationsanbieter entwickelt sich nach Plan und konnte Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal steigern.
Die Funkwerk AG erwartet nach der Übernahme der Vossloh Information Technologies für den Rest des Geschäftsjahres eine "dynamische Entwicklung" und hält an der Prognose für das Gesamtjahr fest. Wie das Unternehmen am heutigen Dienstag im thüringischen Kölleda bekannt gab, konnte der Umsatz im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres von 57,8 Millionen Euro um gut 20 Prozent auf 69,7 Millionen Euro gesteigert werden. Der Konzernüberschuss wuchs von 541.000 im Vorjahr auf 957.000 Euro oder 0,12 Euro pro Aktie. Das EBIT stieg im Vergleichszeitraum von 1,08 auf 1,52 Millionen Euro. Der Auftragsbestand erreichte den Angaben zufolge Ende Juni 155,2 Millionen Euro und liegt damit deutlich über dem Vorjahreswert von 96,2 Millionen Euro.
Trotz der Umsatz- und Gewinnsteigerung spricht das Unternehmen von einem verhaltenen Geschäftsverlauf. Im Jahr 2007 wolle Funkwerk seine Marktposition in den drei Geschäftsfeldern Traffic & Control Communications, Automotive Communication und Enterprise Communication sichern und gleichzeitig den Übergang zu einer Markterweiterung vollziehen, heißt es im Quartalsbericht. Dabei sei die Integration der Vossloh-Systemsparte in die Funkwerk Information Technologies (FIT) ein wesentlicher Meilenstein gewesen. Funkwerk hatte die Vossloh Information Technologies Anfang des Jahres für rund 8 Millionen Euro übernommen, um sich auf dem Markt für Kommunikationssystem für Verkehrsbetriebe besser aufzustellen.
Die Bereiche Traffic & Control und Automotive entwickelten sich den Angaben zufolge "im Wesentlichen nach Plan"; die Sparte Enterprise blieb wegen verzögerter Produkteinführungen hinter den Erwartungen zurück. Bevor sich die Integration der Vossloh-Sparte wie für den weiteren Lauf des Geschäftsjahres erwartet mit positiven Synergieeffekten bemerkbar machen kann, hat die Übernahme zu einer Neuorganisation des Bereichs Traffic & Control geführt. Personalaufwendungen, die Schließung eines Standorts sowie Bereinigungen der Produktpalette hätten dabei zu einer Ergebnisbelastung geführt. Mittelfristig erwartet das Unternehmen eine Steigerung der Effizienz und Produktivität.
Funkwerk erwartet für den Rest des Geschäftsjahres eine stark überproportionale Ergebnisentwicklung. Viele Aufträge und Produkteinführungen würden erfahrungsgemäß erst in der zweiten Hälfte zum Tragen kommen, die Anlaufaufwendungen dagegen schon das Ergebnis der ersten beiden Quartale belasten. Funkwerk rechnet für das zweite Halbjahr mit einem Anstieg der Umsätze auf über 170 Millionen Euro, von denen der Großteil auf das letzte Quartal entfallen werde. Das Unternehmen bestätigte die Jahresprognose von rund 300 Millionen Euro Umsatz und einem operativen Ergebnis (EBIT) von etwa 15 Millionen Euro. (vbr)