Infineon sucht Kompromiss mit abberufenem Finanzvorstand

Rüdiger Günther war "auf Grund der nicht zu überbrückenden Differenzen" nach nur drei Monaten im Amt mit sofortiger Wirkung von seinem Posten entbunden worden.

vorlesen Druckansicht 44 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Nach der Abberufung des ehemaligen Infineon-Finanzvorstandes Rüdiger Günther sucht der Chiphersteller einen Kompromiss im Streit um dessen Vertrag. "Wir hoffen weiter auf eine einvernehmliche Lösung mit Herrn Günther und sind verhandlungsbereit", sagte Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley dem Wirtschaftsmagazin Capital. Bei dem Disput gehe es darum, dass Kley nicht den kompletten 5-Jahres-Vertrag Günthers ausbezahlen wolle, hieß es.

Eine Infineon-Sprecherin bestätigte lediglich, dass es "Vermittlungsbemühungen" gebe, wollte sich aber zu Einzelheiten nicht äußern. "Details werden wir bekannt geben, wenn wir zu einer Einigung gelangt sind", erklärte die Sprecherin.

Günther war in der vergangenen Woche "auf Grund der nicht zu überbrückenden Differenzen" nach nur drei Monaten im Amt mit sofortiger Wirkung von seinem Posten entbunden worden. Neben einem ruppigen Führungsstil wurde dem Ex-Chef des Landmaschinen-Herstellers Claas laut Branchenkreisen vorgeworfen, nicht gut genug mit den Besonderheiten der Chipbranche vertraut zu sein. Für ihn kehrte sein Vorgänger Peter Fischl aus dem Ruhestand zurück. Fischl soll das Finanzressort vorübergehend führen, bis ein Nachfolger gefunden ist. (dpa) / (jk)