Nokia baut MarktfĂĽhrung in EMEA aus
In Europa, Afrika und im Nahen Osten kamen die Finnen laut IDC im zweiten Quartal auf 51 Prozent Marktanteil. Dieser war damit so hoch wie noch in keinem Quartal vorher.
Nokia dominiert weiter den Markt in Europa, Afrika und im Nahen Osten (EMEA). Die Marktforscher von IDC haben gar ermittelt, dass der Marktanteil des finnischen Handyherstellers in dieser Region mit 51 Prozent im zweiten Quartal so hoch wie noch nie zuvor war. Nokia lieferte hier in den drei Monaten 44,2 Millionen Handys aus, im Vergleichsquartal des Vorjahres waren es noch 33,6 Millionen bei einem Marktanteil von 42 Prozent.
Insgesamt wurden im zweiten Quartal in EMEA 86,8 Millionen Mobiltelefone ausgeliefert, in dem Vergleichszeitraum vor einem Jahr waren es noch 80,1 Millionen Geräte. Verlierer im Jahresvergleich ist Motorola, vor einem Jahr mit 17 Prozent Anteil noch Marktzweiter, nun mit 6 Prozent auf Platz vier. Überholt wurde der US-Handyhersteller von Samsung, das sich von 12 auf 17 Prozent verbesserte, und Sony Ericsson mit einer Steigerung von 9 auf 14 Prozent.
Anhand des Beispiels Motorola erläutern die Marktforscher, dass es nicht nur wichtig sei, ein ausgegliches Angebot zu haben, sondern auch eine "Kernmarkenidentität", die die Nutzer anspricht. Nokia habe ein ausgeglichenes Portfolio, sich aber auf Modelle mit einer großen Gewinnspanne konzentriert.
Das starke Ergebnis in EMEA sei teilweise auch zurückzuführen auf den Rummel um Apples iPhone, meinen die IDC-Analytiker. Dadurch sei die Handy-Industrie in den Mittelpunkt getreten und gezwungen worden, neue Handys mit ansprechendem Design und Musikfunktionen zu entwickeln. Apple habe auch dafür gesorgt, dass die Nutzer nun besser wissen, welche Funktionen mit einem Handy möglich sind, meint IDC-Forscher Jean Philippe Bouchard. (anw)