DSL-Netzbetreiber QSC wächst weiter

Trotz Verzögerungen bei Neuanschlüssen durch den Streik bei der Telekom kann QSC den Umsatz steigern; der Netzausbau verlangsamte sich durch den Telekom-Streik allerdings.

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  • JĂĽrgen Kuri

Der Telekommunikationsdienstleister QSC, der DSL-Dienstleistungen über ein eigenes Netz anbietet, konnte nach Steigerungen im ersten Quartal des Gesschäftsjahrs auch im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorjahr zulegen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 41 Prozent auf 79,6 Millionen Euro, der Nettogewinn lag bei 500.000 Euro, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Verlust von 3,1 Millionen Euro in den Büchern stand. Der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) lag bei 10,9 Millionen Euro, ein Anstieg um 166 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Nach Ansicht von QSC hätte man besonders über Wiederverkäufer und Wholesale-Partnern noch stärker steigern können, hätte der Streik bei der Telekom nicht zu Verzögerung beim Neuanschluss von Endkunden geführt. Auch so aber konnte QSC den Umsatz in diesem Bereich um 162 Prozent steigern. Auch in den Bereichen Geschäfts- und Großkunden habe man die Auswirkungen des Streiks zu spüren bekommen, zudem habe der überraschend starke Wettbewerb bei Sprachtelefonie auf die Preise gedrückt. Aber auch bei den Geschäftskunden sei der Umsatz um 21 Prozent gewachsen, bei den Großkunden noch um 16 Prozent.

Insgesamt habe der Telekom-Streik den Netzausbau verlangsamt, betont QSC, da es zu Verzögerungen bei den Bereitstellungen von Telekom-Vorleistungen gekommen sei. QSC will sein Netz auf insgesamt knapp 2.000 Hauptverteiler ausbauen – dies soll aufgrund der Verzögerungen nun erst im ersten Quartal 2008 erreicht werden. (jk)