Biegsame Batterien dünner als Papier

Eine extrem dünne Batterie, die sich auch noch in die kleinsten Ecken mobiler Geräte stopfen lässt und in einem erstaunlich großen Temperaturbereich funktioniert, haben Forscher mit Hilfe von Nanotechnik entwickelt.

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Von
  • Dr. Jürgen Rink

Eine Batterie, die sich flexibel genau in die Lücken stopfen lässt, die das schicke Gehäuse auch noch des kleinsten Handys übrig lässt, haben US-Forscher des Rensselaer Polytechnic Institute in Troy entwickelt. Sie verwenden dafür Zellulose auf einem biegsamen Substrat. Statt wie üblich Elektrolyte und Elektroden zu trennen, konstruierten die Wissenschaftler ein Kompositmaterial: In die Zellulose betten sie Kohlenstoffnanoröhrchen als Elektroden ein und tränken das Ganze mit einer ionischen Flüssigkeit.

Das Ergebnis ist einige zehn Mikrometer dick, flexibel zu biegen und zu knicken – doch es ist noch keine chemische Batterie, sondern mit zwei solcher Schichten ein Doppelschichtkondensator. Besonders das große Temperaturintervall von –78 Grad Celsius bis +150 Grad Celsius beeindruckt dabei. Mit einer Lithiumschicht wird aus der dünnen Folie ein Lithiumionen-Energiespeicher. Anwendungen sehen die Forscher nicht nur in mobilen Geräten, sondern auch als Stromlieferant im Menschen. Blut als Elektrolyt hat das Team schon erfolgreich getestet.

Einzelheiten zum biegsamen Dünnschichtakku bringt ein ausführlicher Beitrag in Telepolis:

(jr)